Mittwoch, 07. März 2018

Landesregierung genehmigt Entwicklungszusammenarbeit

Am Dienstag hat die Landesregierung das Jahresprogramm der Entwicklungszusammenarbeit des Landes Südtirol genehmigt. Geplant sind Ausgaben von 2 Millionen Euro.

Projektvorschläge wurden von 46 Organisationen mit Sitz in Südtirol in 36 Ländern des globalen Südens eingereicht. - Foto: lpa
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Projektvorschläge wurden von 46 Organisationen mit Sitz in Südtirol in 36 Ländern des globalen Südens eingereicht. - Foto: lpa

Bis zum 31. Jänner sind Finanzierungsansuchen für 68 Projekte mit einer beantragten Finanzierung von rund 3,1 Millionen Euroeingegangen. Die Projekte werden nun innerhalb Juni bewertet und genehmigt. Geplante Ausgaben: 2 Millionen Euro, davon 1,4 Millionen Euro zu Lasten des Haushaltes 2018 und 600.000 Euro zu Lasten des Haushalts 2019.

Hauptziel dieser Vorhaben ist die Armutsbekämpfung durch die Förderung der Aus- und Fortbildung, die Unterstützung von Einkommen schaffenden Maßnahmen und die Abdeckung der Grundbedürfnisse der Empfänger in den Partnerländern und Krisengebieten.

Die Projektvorschläge wurden von 46 Organisationen mit Sitz in Südtirol in 36 Ländern des globalen Südens eingereicht.

Für das Haushaltsjahr 2018 stehen im Mehrjahreshaushalt des Landes fast 3,5 Millionen Euro für die Entwicklungszusammenarbeit insgesamt zur Verfügung. 

Die Projekte und Pläne

Im Bereich Entwicklungszusammenarbeit werden wieder Partnerschaften und Projekte durchgeführt oder fortgeführt: In Afrika sind es Projekte in Uganda und Tansania, wo im Rahmen des EVTZ-Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino die ländliche Entwicklung gefördert und die Stromversorgung im Lacor-Krankenhaus in Gulu verbessert wird. In Burkina Faso wird die Ernährungssicherheit und Wasserversorgung ausgebaut. Zudem wird ein neues Projekt zur Schaffung fairer und nachhaltiger Wirtschaftsbeziehungen zwischen Burkina Faso und Südtirol eingeleitet. In Sansibar wird ein Projekt zur medizinischen Weiterbildung der traditionellen Heiler in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium von Sansibar gefördert.

Projekte im Nahen Osten 

In Asien und Nahost werden Projekte in Indien unterstützt, und zwar ein Programm zur landwirtschaftlichen Entwicklung zugunsten der tibetischen Exilbevölkerung in Zusammenarbeit mit dem Central Tibetan Relief Committee sowie Bau und Erweiterung eines Gebäudes für die Kommunikationsstelle der tibetischen Exilregierung. In Nepal wird ein Gebäude für die Feuerwehr Kathmandu und für die Bergrettung errichtet mit gemeinsamen Räumen für die Aus- und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kathmandu. Im Irak wird ein Projekt zur Weiterbildung von Trauma-Therapeuten finanziert.

In Osteuropa steht in Albanien die Förderung der ländlichen Entwicklung, der biologischen Landwirtschaft und des Agritourismus im Norden Albaniens in Zusammenarbeit mit der Italienischen Entwicklungsagentur, der Nicht-Regierungsorganisation Cospe und Partnern vor Ort.

Für all diese Projekte sind Ausgaben in Höhe von etwas über einer Million Euro im laufenden Haushaltsjahr und circa 600.000 Euro im kommenden Jahr geplant.

stol/lpa 

stol