Dienstag, 09. Mai 2017

Landesregierung: Mobilitätsplan genehmigt

Wie im Landesgesetz vorgesehen, hat die Landesregierung den Entwurf des Landesmobilitätsplans am Dienstag genehmigt.

Der Landesmobilitätsplan von Mobilitätslandesrat Florian Mussner wurde am Dienstag genehmigt.
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Der Landesmobilitätsplan von Mobilitätslandesrat Florian Mussner wurde am Dienstag genehmigt. - Foto: © D

Nachhaltig, benutzerfreundlich und mit hohem Qualitätsstandard: Das sind die Zielvorgaben für die öffentliche Mobilität in Südtirol laut neuem Mobilitätsplan, der weiter auf die Konsolidierung und Potenzierung des öffentlichen Nahverkehrs ausgerichtet ist.

„Das Ziel der Landesregierung ist es, jene Verkehrsunternehmen in einem noch zu definierenden Verfahren auszuwählen, die einen hohen Qualitätsstandard für die Bedürfnisse der Bürger und gleichzeitig ein wirtschaftlich attraktives Angebot bieten können“, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Umfangreiche Analyse

„Dem Landesmobilitätsplan ist eine detaillierte und umfangreiche Analyse der Abteilung Mobilität vorausgegangen, bei der alle Aspekte der Nutzerfreundlichkeit, der Umweltverträglichkeit, der sozialen Inklusion, der Erreichbarkeit und der Vernetzung aller Landesteile berücksichtigt und begutachtet wurden“, erklärt Mobilitätslandesrat Florian Mussner.

Man habe dabei die strategische Bedeutung der öffentlichen Mobilität für die Bürger, für die Unternehmen und für den Tourismus in den Mittelpunkt gestellt.

Öffis sollen echte Alternative zu Pkw sein

„Nur so werden die öffentlichen Verkehrsmittel vermehrt zur Alternative zum Privatauto und steigern damit direkt die Lebensqualität von allen Südtirolern“, erklärt Mussner.

Das Hauptaugenmerk des Landesmobilitätsplans gilt der Organisation und Vergabe der außerstädtischen Buslinien. Ländliche Gebiete sollen gestärkt werden, um der Abwanderung entgegen zu wirken.

Einteilung in 5 Einzugsgebiete

Eine andere wichtige Aufteilung, die im Mobilitätsplan festgelegt wurde, ist die der Einzugsgebiete. Diese werden auf der Grundlage von gebietsmäßig und sozioökonomisch differenzierten Kriterien, gemäß der Mobilitätsnachfrage, in Übereinstimmung mit dem Taktsystem und im Hinblick auf die Vernetzung mit den Hauptlinien zu den größeren Ortschaften festgelegt.

Hier werden der ökonomische Aspekte, der Wettbewerbseffekt und die Tatsache, dass die definierten Einzugsgebiete über 90 Prozent der untersuchten Bewegungen mit Privatauto und öffentlichen Verkehrsmittel abdecken, berücksichtigt.

Innerhalb von 90 Tagen ab der Veröffentlichung des Landesmobilitätsplanes können die Gemeinden und Interessierte Einwände und Vorschläge vorbringen. Die Landesregierung bewertet die eingegangenen Einwände und Vorschläge und genehmigt innerhalb von 60 Tagen den endgültigen Plan.

lpa/stol

stol