Dienstag, 04. Januar 2022

Landesstatistik: Dreijahresprogramm 2022 bis 24 genehmigt

Nachhaltigkeit und die Zählung der Bevölkerung sind Bereiche, auf die das Landesstatistikamt ASTAT im Jahr 2022 einen Schwerpunkt legt. Das Programm 2022 bis 24 hat die Landesregierung genehmigt.

Das Landesstatistikinstitut ASTAT ist der größte Datenproduzent in Südtirol.
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Das Landesstatistikinstitut ASTAT ist der größte Datenproduzent in Südtirol. - Foto: © shutterstock
Mit 247 Erhebungen entspricht das neue dreijährige Landesstatistikprogramm in etwa jenem des Vorjahreszeitraums 2021 bis 2023. 81 der statistischen Arbeiten führt das ASTAT im Auftrag gesamtstaatlichen Statistikinstituts ISTAT durch, bei den verbleibenden 166 Arbeiten handelt es sich um Erhebungen auf Landesebene.

100 davon betreut das ASTAT in Eigenregie, die übrigen werden unter anderem vom AFI, WIFO, vom Statistikamt der Gemeinde Bozen und von den Landesabteilungen Arbeit, Soziales und Gesundheit durchgeführt.

Dem Landesstatistikprogramm der Jahre 2022 bis 2024 hat die Landesregierung bei ihrer jüngsten Sitzung am 28. Dezember zugestimmt.
Ein besonderer Schwerpunkt im Dreijahresprogramm bleibt die Dauerzählung der Bevölkerung. Hinzu kommt die Durchführung der Sprachgruppenzählung, die noch in zehnjährigem Rhythmus erfolgt und als Berechnungsgrundlage für Sprachgruppenstärke und Proporz dient. Sie wird im kommenden Jahr durchgeführt.

„Eine besondere Herausforderung ergibt sich aus der Tatsache, dass die Sprachgruppenzählung heuer erstmalig sowohl in digitaler Form als auch traditionell über Papierfragebogen angeboten wird“, sagt ASTAT-Direktor Timon Gärtner.

Nachhaltigkeitsindikatoren: Neue Berechnungsinstrumente

Bei den Erhebungen, die das ASTAT auf lokaler Initiative durchführt, bilden Nachhaltigkeit und Umweltschutz einen Schwerpunkt, heißt es in einer Aussendung der Landespresseagentur. So werden die Umwelt- und Energiestatistiken geführt und die Indikatoren zur nachhaltigen Entwicklung erhoben.

Eine Reihe von Erhebungen beleuchten den Bereich von Arbeit und Ausbildung. Geplant sind Statistiken zu Arbeit und Mutterschaft, Arbeit auf Abruf, zu den Auswirkungen des soziodemografischen Wandels sowie der Schulbiografien auf den Arbeitsmarkt, zur Beschäftigung nach dem Schulabschluss oder dem Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand. Überwacht werden zudem die Beschäftigungslage und die Arbeitslosigkeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Im ASTAT-Programm finden sich weiters eine Jugend- und eine Familienstudie. Beherbergungskapazität, Zweitwohnungen, Skiunfälle sind nur 3 der Erhebungen im Tourismussektor, im Bausektor hingegen sind Wiedergewinnung, Immobilienmarkt und Bautätigkeit Themen.

ASTAT als größter lokaler Datenproduzent

„Unser Dreijahresprogramm wird kontinuierlich auf den aktuellen Stand gebracht und bei Bedarf ergänzt“, betont Direktor Gärtner. „Neben den größeren Studien und Erhebungen pflegen und aktualisieren wir unsere Datensammlungen, führen Datenanalysen, Berechnungen und Klassifizierungen durch.“ Er weist auch darauf hin, dass die erhobenen Daten über den Statistikatlas und den Statistikbrowser online anschaulich, vergleichbar und interaktiv zur Verfügung stehen.

Das ASTAT ist seit 1980 Dreh- und Angelpunkt der amtlichen Statistik des Landes und der größte lokale Datenproduzent. Es vertritt das gesamtstaatliche Statistikinstitut ISTAT auf Landesebene.

lpa/stol