Der große Knackpunkt wird, die „gelegentliche gewerbliche Tätigkeit“ jener Vereine zu definieren, die im Landesregister eingetragen werden. Dabei geht es um Feste und andere Veranstaltungen, bei denen Einnahmen herausschauen. Pamer zeigt sich zuversichtlich, dass ein Großteil der Vorschläge gut ins neue Landesgesetz eingebaut werden kann.<BR /><BR />Wie die Abwicklung von Festen künftig geregelt werden soll, darüber herrscht noch keine Einigkeit unter den Vereinen. Manche Vereine wären dafür, eine Zahl an Veranstaltungen festzulegen, die man jedes Jahr durchführen dürfe. Pamer meint: „Je vager man es hält, desto besser für die Vereine. Die Vereine sollen Feste veranstalten können – mehrere im Jahr –, das soll dann aber nicht als gewerblich angesehen werden. Ziel ist es, dass die Vereine ihre Tätigkeit wie bisher durchführen können.“ <h3> Pauschalabrechnung bei Festen</h3>Egon Zemmer, Gründer der Initiative „Ehrenamt in Not“, meint: Traditionelle kulturelle Vereine in Südtirol wie die Schützen, Musikkapellen, Volkstanzgruppen, Goaslschnöller usw. sollten das Staatsgesetz Nr. 398 von 1991 wieder anwenden und somit auch eine Pauschalabrechnung bei den Festen durchführen können. Die kulturellen Vereine würden leider nicht mehr unter dieses Staatsgesetz fallen – weil Rom es nicht wolle. Sportvereine hingegen könnten sich noch darauf berufen. Zumindest für die traditionellen kulturellen Vereine mit einer langen Geschichte sollten die Vorteile dieses Gesetzes aber weiterhin gelten, meint Zemmer.<BR /><BR />Bauernjugend-Obmann Raffael Peer spricht sich dafür aus, festzulegen, dass die gewerbliche Tätigkeit der Vereine nicht ihre Haupttätigkeit sein darf. Er sei dagegen, eine Höchstzahl an Festen pro Jahr für die Vereine festzulegen – denn da gingen die Meinungen zu weit auseinander. Zu beantworten wäre dann auch noch die Frage, ob sich denn alle 151 Ortsgruppen der Bauernjugend – allesamt einzelne Vereine – in Zukunft ins Landesregister eintragen lassen können. „Bis heute konnten wir uns nicht eintragen lassen, weil wir als Bauernjugend einem Wirtschaftsverband untergeordnet sind“, berichtet Peer. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1064544_image" /></div> <BR /><BR />Die Freiwilligen Feuerwehren stöhnen unter der vielen Bürokratie, berichtet der Obmann des Landesfeuerwehrverbandes, Wolfram Gapp. „Wir müssen im RUTNS eingetragen sein, um weiterhin Begünstigungen zu erhalten, auf die die Feuerwehren nicht verzichten können.“ Jede weitere Bürokratie, die dazukomme, sei nur eine extreme Belastung. „Es geht ins Unerträgliche“, meint Gapp.<BR /><BR />Laut Landesrätin Pamer werden die Vorschläge der Verbände und Vereine technisch bewertet und dann der Großteil so schnell wie möglich in den Gesetzentwurf eingebaut – bis Mitte September. <h3> Landesrätin ist zuversichtlich</h3>Anschließend werde es noch innerhalb September ein abschließendes Treffen mit den Vereinen und Verbänden geben, wo dann der endgültige Gesetzentwurf besprochen werde. Danach gehe der Entwurf an die zuständigen Ämter. <BR /><BR /> „Ich bin zuversichtlich, einen Entwurf auszuarbeiten, der weitgehend auf Zufriedenheit stoßen wird“, meint die Landesrätin. Im Oktober und November werde sie zusammen mit Vertretern des Amtes für Freiwilligenwesen und dem Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt eine Aufklärungstour durchs Land starten, kündigt die Landesrätin an.