Mittwoch, 05. Juni 2019

Landtag: Einsatz für bedrohte Tier- und Pflanzenarten

Der Landtag hat einen Beschlussantrag der Grünen zum Einsatz für bedrohte Tier- und Pflanzenarten angenommen.

Der Landtag hat einen Beschlussantrag der Grünen zum Einsatz für bedrohte Tier- und Pflanzenarten angenommen. Im Bild: Die bedrohte Mühlkoppe (Cottus gobio)
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Der Landtag hat einen Beschlussantrag der Grünen zum Einsatz für bedrohte Tier- und Pflanzenarten angenommen. Im Bild: Die bedrohte Mühlkoppe (Cottus gobio)

„1994 wurde in diesem Sinne das Buch „Rote Liste gefährdeter Tierarten Südtirols zur bedrohten Fauna veröffentlicht“, welches in den darauffolgenden Jahren in einer limitierten Stückzahl nachgedruckt wurde”, bemerkte Brigitte Foppa (Grüne). “Die Liste harrt seitdem einer Aktualisierung. Im Jahr 2006 wurde vom Südtiroler Naturmuseum die Liste der bedrohten Pflanzenarten erstellt. Auch sie ist mittlerweile zehn Jahre alt. Besonders die Rote Liste der gefährdeten Tiere würde dringend eine Neubearbeitung brauchen.”

Der Landtag möge deshalb die Landesregierung beauftragen, die Liste der bedrohten Tierarten, möglichst nach Gruppen getrennt, auf den aktuellen Stand zu bringen; die Informationskampagnen zu den geschützten und bedrohten Tier- und Pflanzenarten Südtirols mit Postern, Flyern etc. neu aufzulegen, indem sie in Inhalt, Gestaltung und Kommunikation aktualisiert werden, das Webportal des Naturmuseums Südtirols (www.florafauna.it) zu vervollständigen, die Auffindbarkeit im Internet zu verbessern, mit einem interaktiven Zugang für Interessierte aufzuwerten und mit einer handytauglichen App zu versehen.

Außerdem solle man mit den Fachleuten die Entwicklung einer App erwägen, mit der Sichtungen von bedrohten Tierarten mit Standpunkt und Fotos in einer öffentlich zugänglichen Karte eingetragen werden können und für alle diese Aufgaben die notwendigen personellen Ressourcen zur Verfügung zu stellen und zu stabilisieren, damit auch eine kontinuierliche Forschungs- und Vernetzungsarbeit gewährleistet werden kann. 

Punkt 1, 2, 3 wurden einstimmig angenommen, Punkt 4 mit 22 Ja und 6 Nein, Punkt 5 mit 27 Ja und 2 Enthaltungen.

stol/ansa

stol