Mittwoch, 09. Mai 2018

Landtag: Europadebatte zum Thema Transit

Um den Europa-Tag zu begehen, hielt der Landtag am Mittwoch eine eigene Europadebatte zu Transit und Verkehr ab. Verkehr und Transit seien ein herausragendes europäisches Thema, meinte Landeshauptmann Arno Kompatscher.

71 Prozent des Gütertransports werden auf der Straße bewältigt, nur 29 Prozent auf der Schiene, in der Schweiz ist es umgekehrt.
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71 Prozent des Gütertransports werden auf der Straße bewältigt, nur 29 Prozent auf der Schiene, in der Schweiz ist es umgekehrt. - Foto: © D

Kommunen, Regionen, Staaten und die EU müssten hier gemeinsam vorgehen. Verkehr werde heute vor allem als Belastung wahrgenommen, aber er sei Fluch und Segen zugleich, er sei mit dem freien Warenverkehr gewachsen, der seinerseits zu mehr Wohlstand geführt habe. Heute gebe es 3,3 Millionen Lkw auf der Brennerautobahn, eine Belastung, die nicht länger hinnehmbar sei, wobei aber 70 Prozent von uns selbst verursacht würden.

71 Prozent des Gütertransports würden auf der Straße bewältigt, nur 29 Prozent auf der Schiene, in der Schweiz sei es umgekehrt. Verkehr sei zu vermeiden, zu verlagern und zu verbessern. SVP-Europarlamentarier Herbert Dorfmann meinte, der Nationalismus sei zurück in Europa, das unter diesem Druck nicht gedeihen könne.

Man sei bei der Erarbeitung des neuen siebenjährigen EU-Haushalts, und eine Einigung sei derzeit schwierig. Vor sieben Jahren fehlte vielen Staaten das Geld, heute fehle der politische Wille. Der Ausbau der EU - gemeinsame Verteidigungs- und Migrationspolitik usw. - werde so schwieriger. Isabella De Monte, Mitglied des Transportausschusses im EP, referierte über das Mobility Pack, ein Maßnahmenpaket zum Verkehr. Ziel sei die Vereinfachung der Normen, die Bekämpfung der unlauteren Konkurrenz, der soziale Ausgleich und die Umweltverträglichkeit. 

ansa

stol