Mittwoch, 03. Juli 2019

Landtag: Kein Erfolg für Bürgerkunde als Fach und Dolmetscher im Spital

Bei der Landtagsitzung am Mittwoch wurden sowohl der Antrag des Teams Köllensperger zur Einführung des Lehrfachs „Bürgerkunde und politische Bildung“ abgelehnt wie auch jener der Grünen für den Einsatz von Dolmetschern in den Krankenhäusern.

Der Landtag hat am Mittwoch seine Plenarsitzung fortgesetzt.
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Der Landtag hat am Mittwoch seine Plenarsitzung fortgesetzt. - Foto: © D

Mit dem Antrag des Teams Köllensperger sollte die Landesregierung verpflichtet werden, sich für eine „baldige Einführung der Lehrinhalte im Bereich der Bürgerkunde an den Schulen einzusetzen und den Lehrkräften des Fachbereichs Recht und Wirtschaft die für die Umsetzung nötigen Ressourcen und Befugnisse zu erteilen“. Zudem sollte ein einheitliches Curriculum eingeführt werden. An den Ressourcen stieß sich Bildungslandesrat Philipp Achammer; das könne nicht von heute auf morgen gehen.

Daraufhin formulierte Paul Köllensperger den Antrag um, schlug die Einführung nur mehr an Oberschulen vor, sprach von „vorhandenen“ Ressourcen und sah – als Punkt 3 – eine Anhörung der interessierten Ämter und Personen vor, „um die Einführung des Bürgerkunde-Unterrichtes und die Erstellung des Curriculums vorzubereiten“. Gert Lanz (SVP) plädierte daraufhin für einen parteiübergreifenden Antrag. Weil eine angestrebte Zusammenarbeit bisher nicht zustande kam, wollte Köllensperger die Abstimmung. Nur Punkt 3 erhielt daraufhin die Zustimmung.

Der Antrag der Grünen, in Spitälern Dolmetscher einzusetzen, wurde hingegen abgelehnt, weil er „keine wirkliche Lösung“ bringe und dem Statut widerspreche, das eine Zweisprachigkeitspflicht der Ärzte und Pfleger vorsehe.

stol

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