<BR />„116 handbemalte Kugeln aus den ‚Südtiroler Werkstätten‘ kosten eben mehr als jene, die man daheim hat“, sagt Landtagspräsident <b>Arnold Schuler</b>. Die Idee hat er vom Salzburger Landtag abgeschaut. „Wir binden die Gemeinden in den Landtag ein, tun was für die Kunst. Für die Aktion übernehme ich die Verantwortung und freue mich auf den 1. Dezember, wenn die Bürgermeister den Baum besichtigen“, sagt Schuler.<BR /><BR />Bei den Bürgermeistern herrscht eine gewisse Verlegenheit. Bislang haben sich 50 für die Feier angemeldet. „Die Gemeinden im Landtag darzustellen, ist positiv. Der Preis liegt nicht in unserer Hand. Dass die Kugeln 15.000 Euro kosten, wurde uns nicht mitgeteilt“, sagt Präsident <b>Dominik Oberstaller</b>.<BR /><BR />Unter den Landtagsabgeordneten geht die Meinung über das teure Glaskugelspiel auseinander. „Wir sind kein Einkaufszentrum, das mit imposanten Weihnachtsbäumen beeindrucken muss. 15.000 Euro für Glaskugeln sind für eine öffentliche Institution wie den Landtag dekadent und zeugen leider auch von wenig Gespür für den christlichen Kern der Weihnachtsbotschaft. Weniger Bling-Bling und dafür mehr Inhalt wäre passender“, meint <b>Andreas Leiter Reber</b> (Freie Fraktion).<h3> „Heimische Kunst und Handwerk fördern“</h3>„Die Idee ist nicht schlecht, aber der Preis ist mit 15.000 Euro zu hoch und nicht vermittelbar“, sagt <b>Sven Knoll</b> (Süd-Tiroler Freiheit). Er hätte sich gewünscht, dass das Thema in einem breiteren Rahmen mit den Fraktionssprechern diskutiert worden wäre. „Vielleicht hätten wir eine günstigere Lösung unter Einbindung von Schulen gefunden. Fairerweise müsse man aber sagen, dass die Kugeln dem Landtag erhalten bleiben“, so Knoll.<BR /><BR />„Ich stelle fest, dass immer alles plötzlich zu teuer ist, wenn es um Kunst und Kultur geht“, meint hingegen <b>Brigitte Foppa</b> (Grüne). „Ich habe mich sehr für Kunst am Bau eingesetzt und da geht es auch um öffentliche Aufträge für Kunstschaffende. Wir sollten raus aus der Empörungsspirale zur Kunst im öffentlichen Raum“, meint sie.<BR /><BR />Das Team K hat im Landtagspräsidium für den Ankauf der Glaskugeln gestimmt und kann ausnahmsweise nicht auf die Mehrheit einprügeln. „Die Kugeln mit Wappen aller Gemeinden erschienen uns für den Christbaum im Foyer des Landtags passend. Da wir als Landtag heimische Kunst und Handwerk regelmäßig fördern möchten, hat das Präsidium diesen Beschluss gefasst“, sagt Präsidiumsmitglied <b>Maria</b><b> Elisabeth Rieder</b>.