Der bereits seit Jahren geplante Umbau nimmt nun konkrete Formen an. Der ganz genaue Beginn der Umbauarbeiten steht zwar noch nicht fest, denn es müssen erst Wettbewerbe durchgeführt werden. <BR /><BR />Aber der Landesrat für Hochbau und Vermögen, Christian Bianchi, rechnet mit Baubeginn im Frühjahr 2026. <BR /><BR />Und so wird das neue Landtagsgebäude aussehen:<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1056123_image" /></div> <BR /><BR />Landesrat Christian Bianchi geht von einer Bauzeit von 1,5 Jahren aus – maximal sollen es 2 Jahre werden, heißt es aus der Abteilung für Vermögensverwaltung.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1056126_image" /></div> <BR /><BR />„Mit diesem Umbau wollen wir ein Signal der Nachhaltigkeit geben – mit Holzbauweise und Fotovoltaik“, sagt der Abteilungsdirektor für Vermögensverwaltung, Daniel Bedin. „Der Gesetzgeber soll mit gutem Beispiel vorangehen. Das wird eine Super-Struktur.“ Hinten, über der Aula, werde eine Terrasse errichtet, wo sich die Politiker mit den Bürgern austauschen könnten.<BR /><BR />Zu den Umbauarbeiten zählt nicht nur der Bau von 2 Stockwerken in Holzbauweise. Vom Keller bis zum First soll alles dem heutigen Stand der Technik angepasst werden. Auch die Aula wird aufgepäppelt. Sämtliche Anlagen werden erneuert – von der Heizung bis zum Brandschutz. Zudem wird das Gebäude erdbebensicherer gemacht.<BR /><BR />Für die Anpassung von Heizungsanlagen und Sicherheit sowie für die energetische Sanierung sind Investitionen in Höhe von 4,6 Millionen Euro vorgesehen, sagt Landesrat Bianchi.Was die Bauzeit betrifft, so geht man derzeit von 1,5 bis maximal 2 Jahren aus. Nach Fertigstellung des Baus kann die Zahl der Arbeitsstellen im Hohen Haus von 67 auf 85 erhöht werden, sagt Bianchi. <h3> Für Unterbringung werden Alternativen gesucht</h3>Die Technik wird bei diesem Umbau eine Herausforderung, aber noch schwieriger wird voraussichtlich die Organisation. Für die Zeit des Umbaus müssen in Bozen Räume gefunden werden, damit die politischen Arbeiten des Landtags weitergeführt werden können. Die Abteilung Vermögen arbeitet dabei mit dem Präsidium des Landtags zusammen, um Alternativen zu finden. <BR /><BR />Lange Zeit wurde hin- und herüberlegt, ob die Aula während der Umbauarbeiten weiterhin genutzt werden soll. Am Ende entschied man sich dagegen: Das heißt, es muss eine neue Aula gefunden werden, wo die Landtags- und Regionalratsabgeordneten dann ihre Gesetzentwürfe behandeln und genehmigen. In Frage kämen dabei beispielsweise der Bozner Gemeinderat oder auch die Europäische Akademie. Ziel ist es, eine kostengünstige Lösung zu finden.<h3> Undichte Fenster und nicht funktionierende Heizung</h3>Das Landtagsgebäude auf dem Silvius-Magnago-Platz wurde 1953 fertiggestellt – die Bozner Architekten Luis Plattner und Guido Pelizzari haben es geplant. Vor 30 Jahren wurde es saniert. <BR />Man möchte es von außen auf den ersten Blick nicht meinen, aber das Hohe Haus ist schon seit Jahren sanierungsbedürftig. So wurde bereits in der vergangenen Legislaturperiode darauf hingewiesen, dass die Fenster undicht seien und die Fassade bröckelt. In den Büroräumen klagten die Mitarbeiter trotz Heizung auf Höchststufe über die Kälte. Und im Sommer wird die große Hitze in den Räumen zum Problem. Fensterstöcke waren im Laufe der Jahre und Jahrzehnte durchgefault. Dem Gebäude setzten die hohen Temperaturunterschiede zu: im Sommer Backofenhitze und im Winter Minusgrade. Jene Materialien, die direkt der Witterung ausgesetzt sind, wurden immer mehr in Mitleidenschaft gezogen, der Zahn der Zeit nagte am Hohen Haus immer stärker. <h3> Der Landtag – ein strategisches Gebäude</h3>Eigentlich hätte die Sanierung schon 2023 beginnen sollen. Die Vorbereitungen für einen solchen Umbau sind allerdings eine Mammutaufgabe. Der Landtag ist laut Bedin ein strategisch relevantes Gebäude, das auch in Krisensituationen in Betrieb bleiben muss. Die Tätigkeit des Landtags darf nicht unterbrochen werden. Eingriffe in ein Landtagsgebäude seien vor allem in der Planungsphase kompliziert. Jetzt dürfte dem Bau aber nichts mehr im Wege stehen. Planer ist ein Freiberufler – Architekt Valentino Andriolo.