Eines gleich vorweg: Selbst wenn alle Wohnungen, die sich im Besitz des Wohnbauinstitutes befinden, auf einen Schlag bezugsfertig wären, würde das die Zahl der Wohnungssuchenden im Land nur um ein knappes Viertel reduzieren. <BR /><BR />Zwar erfolgen jährlich 400 bis 500 Zuweisungen, doch bei 3579 Gesuchen ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Dabei stünden laut Auskunft der zuständigen Landesrätin Ulli Mair derzeit insgesamt 944 Wobi-Wohnungen leer (siehe Grafik). Bereits zugewiesen, aber noch nicht bezogen, sind derzeit deren 195. Weitere 79 wären bezugsfertig und frei. Für diese wurden aber noch keine Mieter gefunden.<BR /><BR /> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src=" https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="65f48f8504d298001302ba83" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = " https://view.genial.ly/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div> <BR /><BR />Soweit, so gut: Das weit größere Problem sind jene 670 Wobi-Wohnungen, die derzeit aus verschiedenen Gründen nicht bewohnbar sind. Bei 277 von diesen wären, nach dem Auszug der Vormieter, nur kleinere Instandhaltungsarbeiten durchzuführen. Ebenso viele sind zu sanieren. <BR /><BR /><embed id="dtext86-63888172_quote" /><BR /><BR />Für die zuständige Landesrätin Ulli Mair ein nicht hinnehmbarer Zustand. „Das Problem sind die Sanierungen bei jedem Mieterwechsel“, sagt sie. Es gehe nicht an, dass Monate vergehen, bis die Wohnung für Nachmieter bezugsfertig sei. <BR /><BR />Sie habe einen Fall auf dem Schreibtisch, in dem eine 4-köpfige Familie, die derzeit in einer rund 70 Quadratmeter großen Wobi-Wohnung lebt, eine größere Unterkunft sucht. Gleich neben ihrer Wohnung stünde eine über 100 Quadratmeter große Wobi-Wohnung frei. Doch ein einfacher Umzug in die Nachbarwohnung sei derzeit schlichtweg nicht möglich, so Mair. „Das kann es nicht sein“, ärgert sie sich. <BR /><BR /><embed id="dtext86-63888177_quote" /><BR /><BR />In anderen Fällen gebe es Mieter, die bereit wären, auch eine nicht sanierte Wohnung zu beziehen. „Geht nicht, weil die Wohnung erst saniert werden muss“, so Mair. „Sind für eine Wohnung nicht viele Anfragen auf der Warteliste, deklariert das Wobi die Sanierung derselben mit geringer Priorität, mit der Folge, dass die Wohnung länger leer steht.“ Mit dieser Vorgangsweise sorge das Wobi selbst vielfach für Leerstand. „Ich frage mich, ob es wirklich so oft eine Sanierung sein muss oder ob nicht eine ordentliche Instandhaltung ausreichend wäre“, so Mair. „Ansonsten müssen wir eben die Sanierungsstandards herabsetzen.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-63888202_quote" /><BR /><BR />Auf die Tube drücken will Mair auch bei den Sanierungen selbst. Es gehe nicht an, dass es für die Sanierung jeder einzelnen Wobi-Wohnung eine eigene Baugenehmigung brauche. „Wir müssen die gesetzliche Lage auf Herz und Nieren prüfen, um Sanierungen zu beschleunigen, zu vereinfachen und zu entbürokratisieren – eventuell auch über private Baugesellschaften“, sagt Mair. <BR /><BR />Sie denke dabei an ein serielles Sanieren. Damit sollen Wohnungen im großen Stile saniert werden, „ohne jede einzelne Wohnung einzeln zu vergeben und jedes Mal eine einzelne Baustelle anzumelden“, so Mair. <BR /><BR />Bei ihrem Besuch im Wohnbau-Ministerium am Donnerstag hat Mair diesbezüglich bereits vorgefühlt. „Es geht darum, schnell und unkompliziert Wohnraum zu schaffen und nicht jedes Mal darum, eine hochglanzpolierte Wohnung nach Neubaustandard zu schaffen. Das kann sich kein privater Haushalt leisten“, ist die Landesrätin überzeugt.