Dienstag, 05. Juni 2018

Lega: „Freistaat Südtirol ist keine Priorität“

Am Montag haben die Freiheitlichen eine Studie zum „Freistaat Südtirol“ vorgestellt, die beweisen sollte, dass Südtirol sehr wohl in der Lage wäre, sich alleine durchzuschlagen - solange Rom mitspielt. Am Dienstag reagierte der Südtiroler Lega-Kommissar Massimo Bessone.

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Foto: © D

Die Chancen, dass Rom seine Zustimmung für den Freistaat gebe, hatten die Freiheitlichen als möglich eingeschätzt. „Immerhin hat die Lega bei der EU-Wahl 2014 einen Vertrag mit uns unterschrieben, dass sie das Projekt Eigenstaatlichkeit unterstützt“, so Ulli Mair. Und die Lega sei jetzt in Rom mit an der Regierung.

Pius Leitner schenkte den Freiheitlichen eine Studie, in der 3 Professoren der Universität Linz der Frage nachgegangen waren, ob sich Südtirol eine Eigenstaatlichkeit überhaupt leisten könnte. Die Antwort fiel positiv aus.

Am Dienstag meldete sich nun Südtirols Lega-Kommissar Massimo Bessone zu Wort. „„Historisch gesehen stehen wir für den Föderalismus, für die Stärkung der Autonomie aller italienischer Regionen und im Besonderen unserer Provinz. Wir werden uns stets für den Schutz aller drei Sprachgruppen in Südtirol einsetzen, für den Schutz der Kultur, der Sprachen und der Traditionen, aber die Loslösung von Italien ist nicht unsere Priorität.“

D/stol

stol