In der Region Lombardei, mit neun Millionen Einwohnern die größte Region Italiens, kam die Lega Nord nach vorläufigen Ergebnissen auf 33,3 Prozent der Stimmen, während sich Berlusconis Gruppierung mit 29.9 Prozent der Stimmen begnügen musste.In der Region Venetien, in der fast fünf Millionen Italiener leben, eroberte die Lega Nord laut Hochrechnungen 36 Prozent der Stimmen, während Berlusconis PdL lediglich auf 23,9 Prozent kam. Laut Hochrechnungen dürfte in Venetien der Landwirtschaftsminister und Lega Nord-Politiker Luca Zaia mit klarer Mehrheit das Duell um die Führung der Region gewonnen haben. In der Region Piemont ist der Lega-Kandidat Roberto Cota vorn im Rennen.Die Partei von Umberto Bossi könnte jetzt mehr Macht in der Regierungskoalition in Rom beanspruchen. „Wir sind die Partei des Föderalismus, das wissen die Wähler, die unsere Reformen unterstützen. Jetzt ist das Machtverhältnis mit Berlusconis Partei eins zu eins“, sagte der Lega-Politiker Andrea Gibelli, der zum Vizepräsident der Region Lombardei aufrücken sollte.„Es ist ziemlich logisch, dass wir im Norden besser als Berlusconis Partei abschneiden. Berlusconi ist nicht besorgt, im Gegenteil, er ist beinahe zufrieden, weil wir eine für die Regierung stabilisierende Kraft darstellen. In Venetien und in Piemont zu gewinnen und weiterhin die Lombardei zu regieren, wäre für die Regierungskoalition ein großes Resultat“, hatte Lega-Chef Bossi vor dem Urnengang betont. „Unser Sieg würde unsere Verbündeten überzeugen, die Umsetzung des Föderalismus zu beschleunigen“, hatte Innenminister Roberto Maroni, Nummer Zwei der Partei, betont.Berlusconi hatte vor dem Urnengang ausgeschlossen, dass die Lega zur stärksten Einzelpartei aufrücken würde. „Es gibt keine Chancen, dass die Lega Nord zur stärksten Einzelpartei aufrückt. Für mich ist es jedenfalls in Ordnung, wenn sich die Lega Nord stärkt. Sie ist ein loyaler Regierungspartner“, versicherte Berlusconi. Die Wahlergebnisse widersprechen dem Premierminister.apa