Montag, 30. November 2020

IT-Bonus für Lehrer: Eine letzte Chance besteht noch

Dem Landespersonal und den Bediensteten im Gesundheitsdienst winken nach der Genehmigung der Kollektivverträge durch die Landesregierung Lohnerhöhungen. Ins Hintertreffen geraten dabei die Lehrer. Eine letzte Chance gibt laut Bildungslandesrat Philipp Achammer aber noch.

Der Bonus für die technische IT-Ausstattung wackelt.
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Der Bonus für die technische IT-Ausstattung wackelt. - Foto: © shutterstock
Während die Verträge für Landes- und Sanitätspersonal von der Landesregierung genehmigt wurden (siehe eigenen Bericht), gab es kein grünes Licht für den Ausstattungsbonus (IT-Bonus) für Lehrer.

Landesrat Philipp Achammer verweist auf das negative Gutachten der Prüfstelle. Er verwehrt sich aber dagegen, wortbrüchig geworden zu sein und sieht noch eine letzte Chance, die in Summe 10 Millionen Euro noch heuer auszahlen zu können.

Bonus müsse an Leistung gekoppelt sein

Die Prüfstelle des Landes merkte beim zwischen Gewerkschaften und Landesdelegation signierten Teilvertrag an, dass der Bonus in Höhe von 300, 600 oder 800 Euro an eine Leistung gekoppelt sein müsse. Sprich: Den Bonus sollten nicht pauschal alle Lehrer erhalten, sondern jene, die auch wirklich Fernunterricht mit digitaler Unterstützung bestritten haben oder noch immer bieten. Eine Bestätigung des Direktors hätte gereicht.

„Es wäre in meinen Augen durchaus machbar gewesen, in den Vertrag diese Leistungsüberprüfung aufzunehmen“, erklärt Landesrat Achammer dazu. Die Gewerkschaften haben dies aber abgelehnt. Über das negative Gutachten der Prüfstelle könne sich die Landesregierung aber nicht hinwegsetzen, weil die Landesräte dann persönlich haften.

Eine letzte Chance, die 10 Millionen Euro doch noch auszuzahlen – und damit einen ersten Schritt zur Angleichung der Gehälter der Lehrer staatlicher Art an jene der Landeslehrer zu setzen, die mit dem BÜKV Gehaltserhöhungen erhalten – sieht Achammer in einer gesetzlichen Regelung über das Stabilitätsgesetz zum Haushalt. Diesen Vorschlag wird er Gewerkschaften und Landesregierung unterbreiten.

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