Mit der Aktion „Tut, was wir wollen, sonst gibt es kein Geld“ habe sich die Landesregierung selbst ein Bein gestellt, meint <b>Sven Knoll</b> (Süd-Tiroler Freiheit). Nun bräuchte es „vertrauensbildende Maßnahmen“. „Das Land sollte sich trotzdem wieder an den Tisch setzen: Wenn man den Lehrpersonen ein fix und fertiges Papier vorlegt, aus dem für jeden ersichtlich ist, wie sein Lohnplus ausschaut, sieht die Sache sicher anders aus – auch was die Proteste betrifft.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-71953858_quote" /><BR /><BR />Für das Team K sind die verhärteten Fronten mit der Lehrerschaft die Folge der „Ankündigungspolitik“ des Landes. Die „Vogel-friss“-Aktion des Landes war der falsche Zugang. „Jetzt ist man in der sprichwörtlichen Situation, in der der Klügere nachgeben muss. Das kann nicht der sein, der jahrelang auf Einlösung von Versprechen vertraut hat, sondern das Land, das versprochen und nicht gehalten hat“, so <b>Alex Ploner</b>.<BR /><BR />Derzeit jedenfalls verlieren beide Seiten: „Die Lehrer an Image, weil Teile der Gesellschaft nicht durchblicken, was da läuft, und die Landesregierung an Glaubwürdigkeit.“ Der Schule schade es jedenfalls nicht, wenn ein Jahr keine Ausflüge stattfinden, im Gegenteil. „Wer meint, sein Kind kommt nicht ins Museum, hat in der anstehenden Ferienwoche Zeit genug, selbst mit seinen Kindern dorthinzugehen“, so Ploner.<BR /><BR /><embed id="dtext86-71959482_quote" /><BR /><BR />„Dass während Verhandlungen nicht gestreikt oder protestiert wird, ist ein wichtiger sozialpartnerschaftlicher Grundsatz. Andererseits verstehe ich den Frust des Lehrpersonals. Es wurde oft hingehalten und die letzte Aktion des Landes hat die Spannungen erhöht“, meint <b>Zeno Oberkofler</b> (Grüne). Jetzt brauche es eine Deeskalation. „Vielleicht sollte man eine Mediation andenken, um Forderungen klarer zu formulieren, wenn es nicht nur um Geld geht, und eine Annäherung zu erreichen.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-71959487_quote" /><BR /><BR />„Die Landesregierung ist mit der Botschaft ,friss oder stirb‘ medial hinausgegangen und hat damit einen ehrlichen Kompromiss unmöglich gemacht“, meint <b>Andreas Leiter Reber</b> (Freie Fraktion). Eine Mediation wäre in seinen Augen zwar eine mögliche, aber gleichzeitig obsolete Gangart. „Ich bin überzeugt, dass die Proteste ausgesetzt werden können, sobald die Landesregierung bei den Lohnerhöhungen Realitäten schafft und damit beweist, dass sie es diesmal ernst meint.“