Reallohnerhöhung einberechnet, werden es bis zu 20.000 Euro sein. „Das sollte man anerkennen“, so Landesrätin Magdalena Amhof.<BR /><BR />„Zukünftige Lohnerhöhungen des Staates werden von der Landeszulage abgezogen.“ So steht es im Vertrag zum Landeskollektivvertrag, den die Gewerkschaften im November unterzeichnet haben. Jetzt, wo dies – wie seit Jahren – passiert und eine staatliche Inflationsanpassung von 143 Euro von der Landeszulage abgezogen, im selben Ausmaß ins Grundgehalt einfließt, die Summe am Lohnzettel aber dieselbe bleibt, stehen die Zeichen in den Chat-Foren auf Sturm.<h3> Achammer und Amhof gehen in Offensive</h3>Jetzt gehen die zwei Landesräte in die Offensive. „Ich kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Hier wird der falsche Eindruck vermittelt, wir gestünden den Lehrkräften nicht einmal die staatlichen Erhöhungen zu“, so Achammer. Der Staat starte von einem ganz anderen Lohnniveau (siehe Grafik). „In Südtirol wurden Inflationsanpassungen immer autonom verhandelt und zwar besser und höher als beim Staat“, so Achammer. <BR /><BR />Während die strukturelle Inflationsanpassung in Südtirol ein Plus von 385 Euro brutto für Lehrkräfte brachte, geht es beim Staat um 140 Euro. Und es folgen zwei weitere Anpassungen, so Achammer. Zum einen stünden 90 Mio. Euro für reale Lohnerhöhungen von im Schnitt 400 Euro brutto bereit. Zum anderen seien zehn Mio. Euro für die Annäherung der Gehälter der Staatslehrer (GS, MS, OS) an jene der Landeslehrer (Musik-, Berufsschule) reserviert und man werde sehen, was die Verhandler dazu der Landesregierung vorschlagen. „Abgesehen davon, dass die Gewerkschaften das Prinzip der Kompensation im November unterschrieben haben, gestehen wir den Lehrkräften also weit mehr zu, als der Staat“, betont Achammer.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1284543_image" /></div> <BR /><BR />In diese Kerbe schlägt auch Personallandesrätin Magdalena Amhof. Im Vergleich verdienen Lehrkräfte an Südtirols Grund-, Mittel- und Oberschulen zwischen 14.000 und 16.000 Euro mehr als ihre Kollegen im restlichen Staatsgebiet. „Und zwar nicht nur im Süden, wo die Lebenshaltungskosten geringer sind, sondern auch in Mailand und im Trentino“, unterstreicht Amhof.<BR /><BR />Rechne man die anstehenden Reallohnerhöhungen von 400 Euro im Monat bzw. 5.200 Euro brutto im Jahr dazu, so überschreite die Differenz zu Lehrern in anderen Regionen für viele 20.000 Euro. „Dazu stehen wir, aber das sollte auch ohne üble Nachrede anerkannt werden.“ Die Aufnahme der Lohnverhandlungen steht nach drei Runden in technischen Tischen kurz bevor. Die Einladung soll am Freitag rausgehen.