Der von der EU verfügte Sparzwang werde auch dafür sorgen, dass auf internationaler Ebene wenig Druck ausgeübt werden könne. „Es darf aber nicht verschwiegen werden, dass dieses Dilemma zu einem guten Teil hausgemacht ist. Leider hat die Landesregierung alle Warnungen in den Wind geschlagen, die Vergabe der Konzessionen an die landeseigene Energiegesellschaft SEL werde nicht halten, weil das Land nicht gleichzeitig Spieler und Schiedsrichter sein kann“, so Leitner. Anstatt die Gemeinden und die lokalen Anbieter mit ins Boot zu nehmen, haben man selber das große Geschäft machen wollen, obwohl es dafür keine rechtliche Grundlage gegeben habe und gebe.Hoffentlich sehe die Landesregierung endlich ein, dass sie auf dem Holzweg sei und den Karren gegen die Wand fahre. Jetzt sei es an der Zeit, die SEL so umzugestalten, dass die Wasserkraft tatsächlich in Südtiroler Hand komme und dass der Strom für die Bürger billiger werde.„Was an Kompetenzen bleibt? Ach ja, der Landeshauptmann darf römische Entscheidungen ratifizieren! Es scheint, dass wir einen zweiten Regierungskommissar bekommen“, schreibt der freiheitliche Fraktionssprecher.Die Gegenstimmen zum entsprechenden Dekret, das am Mittwoch in der Abgeordnetenkammer genehmigt wurde, bezeichnet Leitner als „reine Gewissensberuhigung“. Eine mutige Entscheidung schaue anders aus, aber dazu könne sich die SVP nicht mehr durchringen, allzu lange habe sie mit den Römern „Sekt getrunken“, wie Jörg Haider einmal meinte.