Die Freiheitlichen hätten wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass der Pakt, den SVP und PD anlässlich verschiedener Wahlen abgeschlossen haben, vor allem dazu dient, um sich dieses Land und die wichtigsten Posten untereinander aufzuteilen."Wenn nun der bisherige Präsident der Stiftung Sparkasse, Gerhard Brandstätter, zufällig auch SVP-Multifunktionär und Chef-Verhandler der SEL Ag, neuer Verwaltungsratspräsident der Südtiroler Sparkasse, und sein derzeitiger Vize, der hochrangige PD-Funktionär Carlo Costa, dessen Stellvertreter wird, dann teilen sich zwei Parteien ganz ungeniert die Führung der Südtiroler Sparkasse untereinander auf", so Leitner. Es dürfe angenommen werden, dass diese Postenbesetzung bereits seit Längerem vorbereitet wurde. Carlo Costa habe die Koalitionsverhandlungen des PD mit der SVP angeführt, bei denen es einzig und allein um Postenansprüche des PD gegangen ist. Dass nun eine derartige Besetzung des Verwaltungsrates der Südtiroler Sparkasse erfolgt, kommt für Leitner alles andere als überraschend: "Hier vollzieht sich eine Machtkonzentration und Verpolitisierung, die diesem Land nicht gut tut und unterstreicht, dass sich gar nichts zum Besseren verändert hat", so Leitner.Eine derartige Postenbesetzung spreche nicht für Erneuerung und Transparenz, sondern für Postenschacher und Verfilzung in Südtirol.