Freitag, 20. Juli 2018

Leitner: War „der Bankomat“ der Freiheitlichen

„Ich war der Bankomat der Freiheitlichen. Ich habe, wie ein Durchlaufposten, die Gelder vorgestreckt." Der ehemalige Landtagsabgeordnete Pius Leitner hat dies auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der aktuellen Parteispitze am Freitag erklärt. Dort wurden auch die Vorwürfe mangelnder Transparenz zurückgewiesen, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.

In erster Instanz war Leitner verurteilt und wegen des Severino-Gesetzes als Landtagsabgeordneter zurückgetreten.
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In erster Instanz war Leitner verurteilt und wegen des Severino-Gesetzes als Landtagsabgeordneter zurückgetreten. - Foto: © D

„Ich habe die Partei gerettet, indem ich einen Kredit aufgenommen habe, den die Freiheitlichen in der Zeit nach dem Waldner-Mord von keiner Bank bekommen hätten", so Leitner. Er rechtfertigte auch das Immobiliengeschäft, das die Parteifinanzen hätte sanieren sollen, aber nicht den erhofften Verdienst eingebracht habe. Er sei im Regen stehen gelassen worden und nur entschädigt worden.

Parteikollegen Roland Tinkhauser wurde vorgeworfen, interne Dokumente an die Medien weitergespielt zu haben. Die „diffamierende Medienkampagne" gehe auf die Ängste zurück, die eine Wiederkandidatur Leitners „in bestimmten Kräften" hervorgerufen habe, so Ansa weiter. Leitner teilte auch mit, dass das Kassationsgericht den Prozess wegen Unterschlagung wieder aufgerollt habe.

In erster Instanz war Leitner verurteilt worden und wegen des Severino-Gesetzes als Landtagsabgeordneter zurückgetreten, in zweiter Instanz war Leitner dagegen freigesprochen worden. 

stol/ansa

stol