Anstatt der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken, würden weiter Beschwichtigungen in die Welt gesetzt. Mit Beruhigungspillen müsse jedoch endgültig Schluss sein, fordert er.„Was bedeuten schon Absichtserklärungen oder ein Beschluss der Landesregierung, dass der Brennerbasistunnel und die Zulaufstrecken gleichzeitig gebaut werden müssen? Obwohl vor Jahren alle Eisacktaler Gemeinden negative Beschlüsse zum Bau des BBT gefasst haben, sollten die Zulaufstrecken nicht gleichzeitig mit dem Tunnel gebaut werden, fordert nun der SVP-Bezirksobmann und EU-Parlamentarier Dorfmann, dass bei den Zulaufstrecken für Klarheit gesorgt wird“, so Leitner. Das bedeute, dass noch gar nichts klar sei und dass die Menschen entlang der Strecke nach wie vor in Unkenntnis gelassen oder gar getäuscht würden. Entscheidend sei auch, wo die Zulaufstrecken verlaufen. „ Diesbezüglich haben Verantwortliche der Eisenbahn klar zum Ausdruck gebracht, dass etwa im Unterland die Züge mindestens bis 2030 oberirdisch fahren. Angesichts der vielen Projekte der italienischen Eisenbahn und anderer staatlicher Mammut-Verkehrsprojekte - so die Brücke über die Straße von Messina und die Hochgeschwindigkeitsstrecke Turin/Lyon - ist nicht zu erwarten, dass in nächster Zukunft übriges Geld vorhanden ist“, so der Obmann der Partei. Die jüngsten Wirtschaftsdaten Italiens würden die finanziellen Möglichkeiten Italiens für Großprojekte aller Welt vor Augen führen. „Da dürften einige Wünsche platzen wie eine Seifenblase“, befürchtet Leitner.„Wenn erst einmal die Züge rollen, werden Eisacktaler und Unterlandler wohl endgültig durch die Röhre schauen. Die Belastung ist jetzt schon unerträglich, weshalb die Bevölkerung endlich befragt werden soll, wofür sie ihre Zustimmung gibt. Die Schweizer haben es beim Bau des Gotthard-Tunnels vorgemacht. Dort konnte sich die Bevölkerung gleich dreimal äußern. Der Brennerbasistunnel samt Zulaufstrecken ist keine Angelegenheit von SVP und Landesregierung und die Folgen hat die ganze Bevölkerung zu tragen – deshalb muss sie nach eingehender und ausgewogener Information auch befragt werden“, so Leitner abschließend.