Mittwoch, 26. Mai 2021

Letzter Interbrigadist des Spanischen Bürgerkriegs tot

Das letzte überlebende Mitglied der Internationalen Brigaden, die während des Spanischen Bürgerkriegs (1936-39) aufseiten der linksbürgerlichen Republik gegen die aufständischen faschistischen Truppen rund um General Franco kämpften, ist am vergangenen Wochenende im Alter von 101 Jahren in Frankreich gestorben, wie spanische Medien berichteten.

Österreicher Bataillon "12. Februar" im Spanischen Bürgerkrieg 1936-39.
Österreicher Bataillon "12. Februar" im Spanischen Bürgerkrieg 1936-39. - Foto: © APA/ÖSTERR. DOKUMENTATIONS ARCHIV / ÖSTERR. DOKUMENTATIONS ARCHIV
Die spanische Vereinigung der Freunde der Internationalen Brigaden bestätigte dieser Tage gegenüber den Nachrichtenagenturen Reuters und EFE den Tod von Josep Almudéver Mateu. „Mit schwerem Herzen verabschieden wir uns von Josep, dem letzten unserer noch lebenden bewunderten Brigadiere“, erklärte der Vorsitzende des Verbandes, Almudena Cros, zudem auf seiner Website.

Josep Almudéver Mateu wurde im Mai 1919 in Marseille geboren und hatte sowohl die spanische als auch die französische Staatsangehörigkeit. 1936 trat er im Alter von 17 Jahren in die republikanische Armee ein und kämpfte in der Schlacht von Teruel, bevor er verletzt wurde. Nach seiner Genesung schloss er sich den Internationalen Brigaden an, deren Heldentaten durch Werke von Schriftstellern und Filmemachern wie Ernest Hemingway, John Dos Passos, George Orwell und Andre Malraux einen legendären Status erlangten.

Mateu wurde 1939 in Alicante gefangen genommen, als die republikanische Seite den Krieg verlor und Zeit in Gefangenenlagern und Gefängnissen verbrachte. Zwischen 1944 und 1947 engagierte er sich als antifaschistischer Untergrundkämpfer, ehe er nach Frankreich ins Exil ging.



apa