Staatssekretär Antonio Catricalà hat am Montagabend in einem TV-Interview angekündigt, dass die Regierung noch vor dem 20. Januar ein entsprechendes Dekret verabschieden werde. „Die Liberalisierungen betreffen alle Sektoren“, unterstrich Catricalà, der von einer „dringlichen Maßnahme“ sprach. Deshalb werde die Regierung kein Gesetz ausarbeiten, das dauere zu lange, so Catricalà, der Änderungen in den Bereichen Energie, Banken, Versicherungen, Transport, aber auch bei Apotheken, Notaren und bei der Wasserversorgung ankündigte.Beim Wasser werde die Regierung zwar den Ausgang des Referendums im vergangenen Jahr respektieren, aber dennoch Neuerungen einführen, die dem Referendum Rechnung tragen würden, so der Unterstaatssekretär, der in den kommenden Tagen Konsultationen der Regierung mit Vertretern der Parteien im Parlament zu den geplanten Liberalisierungen ankündigte.Die Regierung wolle deutlich mehr Apotheken und mehr Notare, Tankstellen sollen laut Catricalà künftig neben Benzin vermehrt auch andere Produkte verkaufen.Liberalisierungen werde es auch im Eisenbahnsektor geben, in dem die „Ferrovie dello Stato“ als Monopolist derzeit noch im Vorteil seien. Zudem plane die Regierung Maßnahmen, um den Gaspreis zu senken.Ebenso resolut will die Regierung gegen Steuerhinterzieher vorgehen. Man werde „keine Gnade“ haben, kündigte Unterstaatssekretär Antonio Catricalà an. Der Kampf gegen die Steuerhinterziehung sei ein vorrangiges Ziel der Regierung Monti, die hinter jenen stehe, die gegen die Steuerhinterziehung vorgehen. „Wer in einer schwierigen Situation wie dieser Steuern hinterzieht, verrät Italien“, so Catricalà.stol