Die NATO habe dem geplanten Treffen mit Machthaber Muammar Gaddafi zugestimmt, teilte das südafrikanische Außenministerium am Samstag in Pretoria mit. Nach den Gesprächen in Tripolis am Sonntag will die Delegation noch am selben Tag und am Montag in Bengasi mit dem „Nationalen Übergangsrat“ der Rebellen sprechen. Der Delegation gehören auch die Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, von Mali, Mauretanien und Uganda an. Bereits im März war eine Vermittlungsmission in Libyen geplant gewesen. Allerdings kehrte damals die AU-Delegation um, weil am selben Tag die alliierten Bombenangriffe auf Libyen zur Durchsetzung des vom UNO-Sicherheitsrat verfügten Flugverbots begannen.Zuma hatte vor zwei Wochen die Luftangriffe des Westens scharf kritisiert. „Als Südafrikaner sagen wir Nein zum Töten von Zivilisten, Nein zur Doktrin des oktroyierten Regimewechsels und Nein zu einer ausländischen Besetzung Libyens“, betonte er. NATO-Generalsekretär: Keine militärische Lösung NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hält die Militäroperation des atlantischen Bündnisses in Libyen nicht für ausreichend, um dem Land den Frieden zu bringen. „Die ehrliche Antwort lautet: Für diesen Konflikt gibt es keine militärische Lösung“, sagte Rasmussen in einem Interview des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Die NATO-Lufteinsätze seien teilweise durch schlechtes Wetter behindert worden.Zudem habe Machthaber Muammar al-Gaddafi seine Taktik geändert. „Es zeigt die ungeheure Brutalität des Regimes, dass es Menschen als Schutzschilde benutzt“, sagte Rasmussen. Möglicherweise müsse sich der libysche Diktator dafür „vor dem Internationalen Strafgerichtshof verantworten“. apa/dpa/afp