Mittwoch, 09. September 2020

Listensterben geht weiter

Die Wähler haben immer weniger Auswahl. In 31 Gemeinden tritt bei den anstehenden Wahlen mindestens eine Liste weniger an als noch vor 5 Jahren. Damit geht das Listensterben in Südtirols Kommunen auch diesmal weiter.

Die Auswahl für die Wähler wird immer dünner.
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Die Auswahl für die Wähler wird immer dünner. - Foto: © DLife-LO
Bei den anstehenden Gemeinderatswahlen stellen sich in den 113 Gemeinden zusammengenommen 19 weniger der Wahl als noch vor 5 Jahren. Mit gleich 4 Listen weniger den größten Schwund gibt es diesmal in Branzoll. Andernorts, etwa in Leifers, haben die Wähler diesmal sogar eine größere Auswahl als 2015.

Gemeindepolitik verliert an Attraktivität

Die Gemeindepolitik scheint immer mehr an Attraktivität zu verlieren. Waren es bei den Gemeinderatswahlen vor 5 Jahren noch 342 Listenzeichen, die auf den Wahlzetteln der einzelnen Gemeinden zu finden waren, sind es diesmal nur mehr deren 323. Zwar betrug das Minus vor 5 Jahren noch 50 Listen. Doch mit 19 weniger geht das Listensterben in Südtirols Gemeinden weiter.

Gleich in 31 der 113 Gemeinden, in denen übernächstes Wochenende Wahlen stattfinden, tritt mindestens eine Liste nicht mehr an. Den herbsten Dämpfer erleben die Wähler in Branzoll. Hier stellen sich diesmal gleich 4 Listen nicht mehr der Wahl.

Positiv: In 15 Gemeinden mehr Auswahl

Andernorts hingegen haben die Wähler diesmal sogar die größere Auswahl als noch vor 5 Jahren. In 15 Kommunen ist bei den anstehenden Gemeindewahlen nämlich mindestens ein Listenzeichen mehr am Wahlzettel. In Leifers treten gleich 3 Listen mehr an als 2015. In Tscherms und Neumarkt sind es deren 2. In Andrian, Prags, Sexten, St. Martin i.P., Tscherms bekommt die SVP diesmal Konkurrenz.




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