Samstag, 07. März 2020

Lob von der WHO für Italien

Italien hat von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Lob für die Effizienz bei der Umsetzung rigoroser Maßnahmen zur Epidemie-Eindämmung erhalten.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hat Italien gelobt.
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hat Italien gelobt. - Foto: © APA/afp / FABRICE COFFRINI
„Italien reagiert energisch“, twitterte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, der sich bei Staatspräsident Mattarella für dessen Appell bei der TV-Ansprache am Donnerstag bedankte.



Unterdessen fordert Italien im Kampf gegen das Coronavirus von der EU konkrete Signale der Solida
rität.

So drängte Gesundheitsminister Luigi Speranza am Freitag in Brüssel auf die Einschaltung eines europäischen Zivilschutz-Mechanismus für den Erwerb auf EU-Ebene von Atemschutzmasken, medizinischen Geräten und Material zur Eingrenzung der Epidemie. Bisher habe Italien von den EU-Partnern jedoch keine Antwort erhalten, kritisierte Speranza.

Viele EU-Länder befürchten, dass ihre eigenen Reserven an Atemschutzmasken auslaufen, wenn sie ihre Reserven an Italien weitergeben. Dies könnte für sie dramatische Folgen haben, sollte sich die epidemiologische Lage im eigenen Land verschlimmern.

Deutschland, Frankreich und Tschechien meldeten der EU-Kommission ihren Beschluss, den Export von Atemschutzmasken und anderem Schutzmaterial an andere EU-Partner zu stoppen. Laut der EU-Kommission kann die Gefahr einer Knappheit an Atemschutzmasken mit einer gemeinsamen Bestellung bei marktführenden Unternehmen überwunden werden.

Über diesen Punkt wird noch verhandelt. „Die Kontakte der letzten Tage zwischen uns EU-Gesundheitsministern haben bestätigt, dass (...) Bedarf an einer schnelleren europäischen Koordinierung besteht“, sagte Speranza.

apa

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