Mittwoch, 24. Februar 2021

Lockdown bis 14. März verlängert – Kitas, Kindergärten und Grundschulen öffnen

Der landesweite Lockdown wird bis zum 14. März verlängert. Kitas, Kindergärten und Grundschulen dürfen hingegen im ganzen Land – außer in den 9 Gemeinden mit Südafrika-Mutation – am Montag öffnen. Dies teilte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Mittwoch in einer Pressekonferenz mit.

Erleichterung bei vielen Eltern: Die Kindergärten,Kitas und Grundschulen öffnen am 1. März wieder ihre Tore. - Foto: © APA (dpa) / Matthias Balk
Die Landesregierung hat in der Sitzung am Mittwoch die Pandemiesituation analysiert. Wie Gesundheitslandesrat Thomas Widmann berichtete, zeigen die Einschränkungen erste Wirkung, die 7-Tagesinzidenz und die Positivitätsrate seien am Sinken und die Situation auf den Intensivstationen stabil. Allerdings sei das Infektionsgeschehen noch immer auf hohem Niveau und die Lage im Gesundheitsbereich sehr angespannt. Der Lockdown wird deshalb landesweit bis 14. März verlängert. Die Bewegungsfreiheit bleibt weiterhin eingeschränkt (Details siehe am Ende des Artikels)

Bis 14. März bleiben auch der Handel ( außer jene Geschäfte, die jetzt schon geöffnet haben dürfen) und die Gastronomie geschlossen.



Kitas, Kindergärten und Grundschulen hingegen öffnen zur großen Erleichterung vieler Eltern am kommenden Montag, 1. März, ihre Tore. Mittelschüler, Oberschüler und Uni-Studenten hingegen bleiben bis 14. März im Fernunterricht. Intensiv gearbeitet wird im Auftrag der Landesregierung an umfassenden kinderfreundlichen Corona-Tests für Kinder und Jugendliche, die mit der Öffnung der Schulen einhergehen sollen und starten, sobald sie behördlich genehmigt sind. Die Impfungen für Lehrer und Pädagogen sind am Laufen.

In jenen 9 Gemeinden, in denen die südafrikanische Mutationen festgestellt wurden, also in Meran, Riffian, St. Pankraz, Moos in Passeier , Mals, Lana, Kuens, St. Martin und St. Leonhard, bleiben alle Bildungseinrichtungen bis 7. März zu.

Der Landeshauptmann behält sich bei Auftreten der Varianten in weiteren Gemeinden oder bei erhöhtem Infektionsgeschehen weitere Schritte vor, außerdem ruft er die gesamte Bevölkerung weiter zur Einhaltung aller Regeln auf.

„Im Interesse aller ist weiterhin Vorsicht geboten – im ganzen Land sind soziale Kontakte weiter zu vermeiden, die Anti-Corona-Regeln einzuhalten und auch im Freizeitverhalten gilt es, die Regeln zu befolgen, damit die Infektionszahlen schneller und weiter sinken.“


Bewegungsfreiheit weiter eingeschränkt – Was heißt das?

Jede Bewegung in ein oder aus einem Gemeindegebiet ist weiter untersagt, es sei denn, diese Bewegungen sind durch nachgewiesene Arbeitserfordernisse, Gesundheitsgründe oder Situationen der Notwendigkeit oder Dringlichkeit (darunter die Notwendigkeit, sich zu pflegebedürftigen Personen zu begeben, die Hunde zur nächstgelegenen Hundeauslaufzone zu bringen oder die Rückkehr zum eigenen Wohnsitz oder zu jenem des Partners) begründet.

Auch innerhalb des Gemeindegebietes sind nur jene Bewegungen erlaubt, die durch nachgewiesene Arbeitserfordernisse, gesundheitliche Gründe oder Umstände der Notwendigkeit oder Dringlichkeit (siehe oben genannte Gründe) begründet sind, oder um Tätigkeiten durchzuführen bzw. Dienste in Anspruch zu nehmen, welche nicht ausgesetzt sind.

Erlaubt sind Spaziergänge sowie Individualsport, allerdings von zu Hause ausgehend. Individuelle Sportaktivitäten zu Fuß oder mit dem Fahrrad dürfen auch über die eigene Gemeindegrenze hinausführen. Sportliche und motorische Tätigkeiten im Freien sind von 5 Uhr morgens bis 20 Uhr erlaubt. Man muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn man andere trifft, mit denen man nicht zusammenlebt. Es gilt jedenfalls, einen Mindestabstand von 2 Metern zu haushaltsfremden Personen einzuhalten.

Es gilt, beim Verlassen der Wohnung stets eine Eigenerklärung mit sich zu führen. Alternativ kann diese auch bei der Kontrolle durch die Ordnungskräfte ausgefüllt werden.

Die Verordnung zur Verlängerung der bestehenden Einschränkungen wird in den kommenden Tagen unterzeichnet und wie üblich mit den zuständigen Behörden in Rom abgesprochen.

vs