Diesen Fragen ist man heute Abend in Bozen nachgegangen. Von den Landesräten Christian Tommasini und Roberto Bizzo gab es dabei die Zusage, dass man alles unternehmen werde, um das Lohngefälle zu beseitigen.Die Landesabteilung italienische Berufsbildung, die Uni Trient, das Arbeitsförderungsinstitut (AFI) und das Netzwerk Frauen-Arbeit sind gemeinsam dem "Gender Pay Gap" auf den Grund gegangen. Geleistet wurde zunächst jede Menge Grundlagenarbeit. So wurde heute ein Handbuch vorgestellt, aus dem hervorgeht, wie das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern überhaupt gemessen und interpretiert werden kann. Die Situation in Südtirol wurde dagegen im Abschlussbericht zum "Gender Pay Gap"-Projekt beleuchtet, der nun unter dem Titel "Jenseits des Gender Pay Gaps: Eine Untersuchung zur Be- bzw. Abwertung weiblicher Erwerbstätigkeit in Südtirol" vorliegt. "Dieser Bericht liefert die Daten, die notwendig sind, um das Phänomen des Gender Pay Gap in Südtirol und dessen Ursachen zu verstehen, aber auch Vorschläge, wie man dem Lohngefälle beikommen könne", betonte heute Landesrat Tommasini. Zudem seien darin auch Schritte aufgezeigt, wie man den Ursachen zu Leibe rücken könne, die direkte und indirekte Diskriminierungen ermöglichten, so der Landesrat.Tommasinis Kollege Roberto Bizzo, in der Landesregierung unter anderem zuständig für die Arbeit und die Chancengleichheit, betonte heute, dass die Gleichstellung der Geschlechter ein Grundrecht sei. "Dieses Grundrecht zu garantieren, die Ungleichheiten in der Behandlung von Männern und Frauen zu beseitigen und die Arbeitsbedingungen der Frauen zu verbessern, sind die Ziele unserer Bemühungen", so Bizzo.