Großbritannien werde an „strukturierten, zeitgebundenen, inklusiven und in gutem Glauben geführten“ Gesprächen teilnehmen, in denen die „historischen Schäden“ des Sklavenhandels zur Sprache kommen, heißt es in der Erklärung. Die Zeit für einen „bedeutungsvollen, wahrheitsgemäßen und respektvollen Dialog“ sei gekommen, „um eine gemeinsame Zukunft auf der Grundlage von Gleichberechtigung zu gestalten“.<BR /><BR />Besonders im 18. Jahrhundert war Großbritannien eine führende Macht im Sklavenhandel. Im Rahmen des transatlantischen Menschenhandels wurden Schätzungen zufolge zwischen 1640 und 1807 rund drei Millionen Afrikaner von englischen Schiffen in die britischen Kolonien in der Karibik, in Nord- und Südamerika sowie in andere Länder transportiert.<BR /><BR />Bereits vor dem Treffen der 56 Staaten des Commonwealth hatte Premierminister Andy Burnham betont, offen für eine künftige Entschuldigung zu sein. Bisher hatte das Vereinigte Königreich davon abgesehen. König Charles III. sprach nun in Antigua und Barbuda von einem beschämenden Kapitel der Geschichte, welches „mein Herz mit Entsetzen und meine Seele mit tiefster persönlicher Trauer erfüllt“. Eine Entschuldigung blieb aus.<BR /><BR />Einen zeitlichen Rahmen für die Gespräche gibt es bisher nicht. Der strukturierte Dialog soll nach Einschätzung von Außenminister Ed Miliband voraussichtlich innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Auf die Frage, ob die Briten bis zur Ausrichtung des G20-Gipfels im November 2027 in Manchester zu einer formellen Entschuldigung gelangen könnten, sagte Miliband der BBC: „Im Großen und Ganzen, ja“.