In einer Erklärung betonte die Brüsseler EU-Behörde, vor allem „Aktionen, die die wirksamen Machtbefugnisse von unabhängigen Institutionen wie dem Verfassungsgerichtshof zu reduzieren scheinen“, würden für die Besorgnis Anlass geben.Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso habe mit dem rumänischen Ministerpräsidenten Victor Ponta am heutigen Freitag gesprochen und die Sorge der Kommission zum Ausdruck gebracht.Ponta werde nächsten Donnerstag mit Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso in Brüssel zusammentreffen, teilte die EU-Kommission mit.Bis dahin werde die Kommission die Lage weiter analysieren und weiter in Kontakt mit den rumänischen Stellen stehen.Korruption und Justizreform im MittelpunktDie Kommission betonte, dass sie gerade im Rahmen des jährlichen Überprüfungsmechanismus zur Korruptionsbekämpfung und Justizreform einen Bericht fertigstelle, der eine Bilanz der vergangene fünf Jahre in Rumänien zeigen soll.„Die jüngsten Entwicklungen könnten den Fortschritt, der über die Jahre gemacht wurde, gefährden“, warnte die EU-Kommission vor einem negativen Gutachten.„Die Rechtstaatlichkeit, demokratische Gewaltenteilung und die Unabhängigkeit der Justiz sind Eckpfeiler der europäischen Demokratie und unabkömmlich für gegenseitiges Vertrauen in der Europäischen Union“, betonte die EU-Kommission. „Die Politik und die Handlungen der Regierung müssen diese Prinzipien und Werte achten.“Der jährliche Kommissionsbericht ist bisher für Staaten wie die Niederlande auch in Hinblick auf den geplanten Schengen-Beitritt Rumäniens als Messlatte herangezogen worden.Im Vorjahr hatten die Niederlande und Finnland den Schengen-Beitritt Rumäniens und Bulgariens unter Verweis auf die Korruption in beiden Ländern blockiert, im September sollten die EU-Innenminister erneut eine Entscheidung zu beiden Ländern treffen. apa/dpa