Sonntag, 29. August 2021

Macron sagt Christen in Mosul Unterstützung zu

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat bei einer Irak-Reise am Sonntag Mosul besucht. Der christlichen Minderheit dort sicherte er Frankreichs Unterstützung unter anderem beim Wiederaufbau zerstörter Gebäude zu. An der Kirche im Herzen von Mosul wolle er die jahrhundertealten Bande mit den Christen des Orients betonen, schrieb Macron auf im Netz. Frankreich setze sich für die Pluralität ein, die den Reichtum des Nahen Ostens ausmacht.

Macron stellte sich auf die Seite der Christen.
Macron stellte sich auf die Seite der Christen. - Foto: © APA/AFP / ZAID AL-OBEIDI
Begleitet wurde Macron am Sonntag vom irakischen Außenminister Fuad Hussein, wie die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA berichtete. Zuletzt im März hatte auch der Papst Mosul besucht.

Die UNESCO begrüßte den Besuch des französischen Präsidenten im Zentrum der Stadt, wo sie seit 2018 mit Wiederaufbauvorhaben beschäftigt ist. Mit der Hilfe der EU, der Vereinigten Arabischen Emirate und weiterer Partner werde Mosul aus den Trümmern auferstehen, teilte die UNESCO auf Twitter mit. Am Vortag hatte Macron in Al-Kazimiyya auch eine heilige Stätte der Schiiten besucht.

Der Kirchplatz in Mosul steht symbolisch für die Zerstörung durch den Krieg. Mosul war die größte Stadt, die die IS-Terrormiliz bei ihrem Eroberungszug 2014 unter ihre Kontrolle bringen konnte. Viele Christen flohen, weil ihnen der Tod drohte. Zwischen 2016 und 2017 eroberten irakische Kräfte die Stadt mit Unterstützung der internationalen Koalition zurück. Zwischen 200.000 und 590.000 Christen leben nach Schätzungen der Kirche und Hilfsorganisationen heute im Irak – von einst bis zu 1,4 Millionen Ende der 1980er-Jahre.

apa