"W?hrend die SVP auf mehr Kompetenzen aus Rom beim Schulunterricht dr?ngt, zeigt man sich auf der anderen Seite gegen?ber den Vorst??en des PD in Richtung gemischter Schulen gespr?chsbereit, um sich die Unterst?tzung des PD zu sichern. Dass man dabei ernsthaft ?berlegt, derartige fragw?rdige 'Deals' bei zentralen Eckpfeilern unserer Autonomie einzugehen, bezeugt, dass diese Volkspartei heute v?llig orientierungslos und nicht mehr in der Lage ist, eine klare Politik f?r S?dtirol zu betreiben. Stattdessen verstrickt man sich in Abh?ngigkeiten und ist durch den PD jederzeit erpressbar. Die SVP sollte Verhandlungen in Sachen muttersprachlichem Unterricht sofort einstellen, andernfalls riskiert sie endg?ltig den Status als Minderheiten- und Autonomiepartei", so Ulli Mair in der Aussendung.Der Sachfachunterricht CLIL sei eine Untergrabung des muttersprachlichen Unterrichts und eine sprachliche Durchmischung des Schulunterrichts. Risiken w?rden dabei gar nicht erst angesprochen."Es ist dabei von Anfang an klar, dass es nicht beim gemischten Unterricht in der Oberschule in 4. und 5. Klasse bleiben wird. Der PD dr?ngt bereits jetzt darauf, derartige fragw?rdige Sprachprojekte auf untere Schulklassen auszudehnen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis man diese 'Salami-Taktik' auf Mittelschulen und Volksschulen ausdehnt. Verbesserungen am Sprachunterricht w?ren dabei auch heute schon durchf?hrbar, insofern man gewillt w?re, die Didaktik zu ver?ndern und die Sprachlehrer besser auszubilden. Man hat aber weder auf SVP-Seite, noch auf PD-Seite ein ernsthaftes Interesse an einer Verbesserung des Fremdsprachenunterrichts, sondern versucht st?ndig Vorst??e in Richtung Aufweichung des muttersprachlichen Prinzips", erkl?rte Mair.Geradezu arrogant sei das Verhalten des PD: "Eigene Versagen in der Bildungspolitik werden geleugnet und ignoriert. Fakt ist, dass die italienischen Schulen in S?dtirol laut PISA-Test katastrophale Ergebnisse an den Tag legen und dass sich ein italienischer Schul-Landesrat Tommasini Tag und Nacht mit diesen Ergebnissen herumplagen m?sste. Derartige Ergebnisse sind auf jeden Fall keine Referenz, um sich nun als Bildungspolitiker aufzuspielen", schrieb die freiheitliche Landtagsabgeordnete.Dass dies nicht passiert und man stattdessen nach altbekannter Manier der ?Democrazia Cristiana? am Verhandlungstisch sitze und neben Posten in der Landesregierung und Landesverwaltung auch noch die Frechheit und Arroganz habe, den muttersprachlichen Unterricht in Frage zu stellen, spreche B?nde."Die SVP muss sich offen die Frage stellen, wie dieses Verhalten mit einer angeblichen 'Erneuerung' vereinbar ist und sie sei erneut daran erinnert, dass es neben SVP-PD auch noch andere Mehrheiten im Landtag g?be. Ein Kuhhandel bei zentralen Grundprinzipien unserer Autonomie ist unter keinen Umst?nden akzeptabel", schloss Mair.