"Es ist unglaublich, was sich derzeit in Italien abspielt. Da beschließt der Parteivorstand des PD, seinen derzeitigen Ministerpräsident Enrico Letta nach Hause zu schicken und durch PD-Chef Matteo Renzi zu ersetzen. Damit folgt in Italien auf Mario Monti und Enrico Letta mit Matteo Renzi der wohl dritte nicht-gewählte Ministerpräsident, was ein Armutszeugnis für die italienische Demokratie ist", so Mair. Italien sei definitiv auf dem Weg zur Schein- und Schattendemokratie. Der PD-Vorstand habe scheinbar mehr Macht, als das Parlament und als das Wahlvolk. "Durchstarter Renzi hat dabei schon jetzt Skandale und Skandälchen vorzuweisen, was belegt, dass die Mitte-Links-Parteien in ihrer Art und Weise um keinen Deut besser sind, als der so genannte „Berlusconismus“. Es spricht für sich, dass Metteo Renzi nicht nur ein Kompatscher-Freund, sondern vor allem auch ein Berlusconi-Freund ist und nicht umsonst als „Berlusconi des PD“ betitelt wird", erklärte Mair. Ganz Südtirol frage sich zu Recht, was aus den SVP-Abkommen mit Bersani und Letta wird. Die SVP werde vom PD immer wieder über den Tisch gezogen, weil plötzlich durch veränderte Umstände niemand mehr für Versprechungen an Südtirol gerade stehen will. "Für Südtirol sind Italien und der PD längst keine zuverlässigen Partner mehr, sondern ein ständiges Risiko und es ist unverantwortlich und unzumutbar, dieses Risiko der nächsten Generation aufzulasten. Die SVP soll sich endlich einmal ernsthaft die Frage stellen, ob es nicht bessere Alternativen zur Paktelei mit dem PD gibt, nämlich einen Südtirol-Pakt mit allen Parteien, denen Südtirol und die Vertretung unserer kulturellen Minderheit, sowie der Schutz der Autonomie ein besonderes Anliegen ist", schloss Ulli Mair.