„Es ist schon ein starkes Stück, wenn man eine Frauenquote per Gesetz vorschreibt, dann aber innerhalb der Partei nicht in der Lage ist, die dafür notwendigen Frauen aufzutreiben“, meint sie in einer Pressemitteilung am Donnerstag.„Was spricht gegen eine Kandidatur der beiden glühenden Frauenrechtlerinnen Julia Unterberger und Martha Stocker?“, fragt Mair. „Hat man etwa Angst vor dem Urteil der Basis oder hat man Angst davor, doch nur als „Quotenfrau“ oder gar als Zierde zu gelten?„Frauenquote löst kein einziges Problem“Als Obfrau einer Partei und als „überzeugte Gegnerin der Frauenquote“ würde sie sich wünschen, dass sich auch die SVP-Frauen in Sachen Spitzenkandidatur in Stellung bringen.„Dass man als SVP-Frauen nämlich überall Quoten einfordert, sie von oben herab jedem Gremium und jedem Verein, den Kandidatenlisten für die Landtagswahl und künftig wohl auch Privatunternehmen vorschreiben will, selbst aber keine Kandidatin für die Spitze der SVP-Liste nominiert, ist völlig unglaubwürdig“, meint die Obfrau der Freiheitlichen.Dies sei ein Eingeständnis dafür, dass die Frauenquote kein einziges Problem löse, so Mair. Sie sei nichts als rosarote Luft.SVP-Frauen reagieren: "Wir halten die Quote ein"In einer Pressemitteilung der SVP-Frauen, die ebenso am Donnerstag verschickt wurde, verbittet sich SVP-Frauen-Chefin Angelika Margesin Mairs „unqualifizierte Aussagen“ zur Frauenquote: „Die Quote ist Gesetz und wir halten sie ein, ohne jeden Zweifel. Wir hatten immer genug Frauen und haben sie auch heuer. Aber vielleicht sorgt sich Mair eher um die eigene Liste?"Das ständige Schimpfen wecke den Verdacht, dass sie gegen die Frauenquote sei, weil ihre eigene Partei dank ihrer frauenfeindlichen Haltung kaum Frauen in Position habe.„Außer natürlich der bekannten Frontfrau, die mit frauenfeindlichen Sprüchen Stimmung für sich selbst macht", heißt es in der Aussendung."Wenn Ulli Mair mehr Zeit in konkrete Arbeit für Frauen investieren würde anstatt über die SVP Frauenbewegung zu schimpfen, wäre den Frauen in Südtirol mehr geholfen", meint Margesin.