"In der Gemeinde Mals haben bei der letzten Gemeinderatssitzung 11 von 20 Gemeinderäten den Mehrheitswillen der Wähler ignoriert. Die Bürger hatten bei der Volksabstimmung mit 76 Prozent für ein Pestizidverbot gestimmt und damit dem Gemeinderat einen unmissverständlichen Auftrag erteilt", schreibt die Umweltschutzgruppe.Bei dieser Sitzung sei sichtbar geworden, welche Räte ihrer Aufgabe als Volksvertreter gerecht werden und welche sich mit ihrer Wahl legitimiert sehen würden, ihre Macht unabhängig vom Volkswillen auszuüben."Es heißt es in der Malser Gemeindesatzung, dass Volksabstimmungen eine bindende Wirkung haben. Bürger müssen sich an Gesetze und Regeln halten, andernfalls drohen ihnen Strafen. Diese politischen Mandatare hingegen glauben, das Recht zu haben, sich über Gesetze und Regelungen hinweg setzen zu können. Sie zerschlagen damit das Vertrauen der Bürger in die öffentlichen Institutionen und tragen zum Verlust an Rechtssicherheit bei."