Dienstag, 02. Mai 2017

Marco Pappalardo tritt an

Sein Arbeitsplatz lag am Waltherplatz, viele Jahre lang. Als SMG-Geschäftsführer, als IDM-Abteilungsleiter. Jetzt zieht Marco Pappalardo um. Mit heute beginnt er seinen Dienst als Direktor der Landesagentur für Presse und Information.

Marco Pappalardo beginnt heute seinen neuen Job.
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Marco Pappalardo beginnt heute seinen neuen Job.

Für die Stelle des Direktors der Presseagentur – die viele noch unter dem Namen Landespresseamt (LPA) kennen – war mehrere Monate lang ein passender Kandidat gesucht worden. Fündig wurde man offenbar nicht und so berief der Landeshauptmann Mitte März Tourismusexperten Marco Pappalardo von außen. Die Verstimmung war zunächst groß, denn mit Pappalardo nimmt kein Journalist auf dem LPA-Chefsessel Platz, sondern ein Marketingexperte.

Berufung sorgte für Verstimmung

Aus Sicht des Landes ist die Berufung Pappalardos nur folgerichtig: Immerhin soll die Presseagentur ab sofort nicht nur über Tätigkeiten der Landesverwaltung und – nicht zuletzt – der Landesregierung informieren, sondern auch das „Image der Südtirol-Autonomie nach außen“ stärken. Mit Johanna Wörndle und Michele Bolognini übernähmen zudem zwei Journalisten die journalistische Leitung der Agentur.

Die Berufskammer der Journalisten Trentino-Südtirol hingegen erklärte, dass Information durch Journalisten laut Berufsethik streng vom Marketing zu trennen sei. Auch die Grünen-Fraktion im Landtag warnte: Die Landespressagentur dürfe nicht zum Promotion-Service der Landesregierung mutieren. „Völlig inakzeptabel“, befand Andreas Pöder von der BürgerUnion das Vorgehen.

Pappalardo behält IDM-Vertrag

Eineinhalb Monate nach dem Bekanntwerden der Berufung hat sich die erste Aufregung gelegt: Heute tritt Marco Pappalardo seinen neuen Job an. Seinen Posten als IDM-Abteilungsleiter für Kommunikation hat der vormalige IDM-Präsident Thomas Aichner übernommen.

Marco Pappalardo wird für die Laufzeit der Legislatur abgeordnet und behält seinen IDM-Arbeitsvertrag, die Landesverwaltung erstattet dafür die Kosten: Diese belaufen sich auf insgesamt 170.000 Euro brutto im Jahr – zusammengesetzt aus 121.000 Euro Jahresbruttoentlohnung und 49.000 Euro Sozialbeiträge.

stol

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