Sonntag, 05. Mai 2019

„Marmor, Stein und Eisen bricht, aber der Faschismus nicht!“

„Marmor, Stein und Eisen bricht, aber der Faschismus nicht!“: Diese Abwandlung des bekannten Liedes von Drafi Deutscher bezeichnet, so Peter Brachetti von der Ortsgruppe Bozen der Süd-Tiroler Freiheit, deutlich die Ist-Situation in Bozen. Die erneute Sanierung des Faschistentempels in Bozen sei schlicht und einfach skandalös!

Das Siegesdenkmal in Bozen.
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Das Siegesdenkmal in Bozen. - Foto: © STOL

Es sei offensichtlich, erklärt Brachetti, dass Italien die historische Auseinandersetzung mit dem Faschismus scheue, und wennschon, diesen in einem positiven Kontext darstelle.

Die Zusage des staatlichen Denkmalamtes, über 730.000 Euro für die Sanierung des Siegesdenkmals bereitzustellen, würde das bezeugen.

„Auf die Befindlichkeiten der Tiroler wird gespuckt und den Faschisten des dritten Jahrtausends ein weiterer Gefallen getan. Danach werden sich Grüne und Linke in ihrer typischen scheinheiligen Manier darüber echauffieren, dass sich das Zusammenleben der Volksgruppen immer noch als schwierig gestaltet“, gibt Brachetti zu bedenken.

„Ein Denkmal, wenn man es als solches bezeichnen kann, welches im Begriff ist, sich selbst zu zerstören und das trennendste Element in Süd-Tirol darstellt, erneut für Unsummen zu sanieren, das gibt es nur in Italien. Während Deutschland seine Geschichte aufgearbeitet und aus seinen Fehlern gelernt hat, scheint es das wirtschaftsgebeutelte Italien notwendig zu haben, seinen Stolz aus historischen Unrechtstagen manifestieren zu müssen“, schreibt Brachetti in einer Aussendung.

stol

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