Das Ministerium bezeichnete die Aufrufe als gefährlich und forderte die Bevölkerung dazu auf, „verdächtigen und irreführenden Aufrufen“ nicht zu folgen. Die Anstiftungen seien nach marokkanischem Recht strafbar, hieß es. Die Behörden hätten alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um illegale Grenzübertritte zu verhindern, so das Ministerium.<BR /><BR />Auch gegen Menschen, die solche Aufrufe online verbreiten, sollen demnach rechtliche Schritte eingeleitet werden. Wie viele Personen genau festgenommen wurden oder wann die Festnahmen stattfanden, teilte das Ministerium nicht mit.<BR /><BR />Das marokkanische Ministerium betonte zudem, dass die Bekämpfung der irregulären Migration und von Menschenhandelsnetzwerken eine engere Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Ländern erfordere. So forderte das Land Spanien dazu auf, die Verfahren zur Rückführung unbegleiteter marokkanischer Minderjähriger, die sich derzeit in Ceuta aufhalten, zu ihren Familien in Marokko zu beschleunigen. Das Wohl der Kinder sei zu wahren, doch administrative und rechtliche Hindernisse müssten so schnell wie möglich beseitigt werden.<BR /><BR />Das Ministerium erneuerte zudem seine Forderung nach der Nutzung eines Mechanismus, der sofortige Rückführungen ermöglicht. Frühere Erfahrungen hätten dessen Wirksamkeit bei der Bekämpfung irregulärer Migration und der Unterstützung von Einsätzen vor Ort gezeigt.<BR /><BR />Beim Migrantenansturm auf Ceuta waren Ende Juli nach Angaben der spanischen Regierung rund 80.000 Menschen in die Exklave gelangt. Marokko selbst hatte die Zahl der Ankünfte mit rund 40.000 angegeben. 83 Menschen kamen ums Leben. Der Ansturm löste eine Debatte über den Schutz der Außengrenzen der EU und die Verantwortung Spaniens aus.