„Die EU ist zu langsam bei der Umsetzung der Beschlüsse. Wir beschweren uns nicht, sondern arbeiten alleine im Namen der EU weiter. Unsere Arbeit ist für alle EU-Staaten von Vorteil“, betonte der Innenminister. Zum Treffen der EU-Innenminister in Brüssel sagte Maroni: „Ich hoffe, dass es endlich zu Taten kommen wird“. Brüssel müsse sich verstärkt für politische Stabilisierung im nordafrikanischen Raum bemühen, warnte der Minister.Maroni hatte am Mittwoch in Rom seinen tunesischen Amtskollegen, Habib Essid, getroffen, mit dem er über die Umsetzung des im April abgeschlossenen bilateralen Abkommens zur Bekämpfung der illegalen Migration diskutiert hat. Die beiden Minister beteiligten sich im Hafen Civitavecchia an einer Zeremonie, bei der Maroni den tunesischen Behörden vier Motorschiffe zur Patrouillierung der Küsten übergab. An Bord der Schiffe werden sowohl italienische als auch tunesische Sicherheitskräfte eingesetzt, um die Abfahrt von Migrantenbooten zu verhindern.Bisher habe das Abkommen mit Tunesien positive Resultate gezeigt, versicherte Maroni. Einige Boote mit Dutzenden von Migranten an Bord, die in Richtung Süditalien abgefahren waren, wurden zuletzt von den tunesischen Behörden aufgehalten und zurückgeschickt. „Dies bezeugt, dass die Kooperation gut funktioniert“, berichtete Maroni.apa