Schulz erhielt gleich im ersten Wahlgang die notwendige absolute Mehrheit und folgt damit dem Polen Jerzy Buzek nach. Schulz ist der insgesamt 14. direkt gewählte Parlamentspräsident der EU seit 1979 und der fünfte Sozialdemokrat an der Spitze dieser Institution. Buzek erklärte zu Beginn, dass es „keine zweite Runde“ im Wahlgang gibt, damit ist Schulz gewählt. Martin Schulz erhielt gleich im ersten Wahlgang die notwendige absolute Mehrheit. Dafür wären 336 Stimmen der abgegebenen 670 notwendig gewesen. Der deutsche Sozialdemokrat erhielt 387 Stimmen. Sein Gegenkandidat, den britische Abgeordnete der Fraktion Konservativen und Reformisten, Nirj Diva, kam auf 142 Stimmen, für die liberale Britin Diana Wallis votierten 141 Abgeordnete. Martin Schulz wurde im Jahr 2003 auf einen Schlag bekannt, als er vom damaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in einer Debatte im EU-Parlament mit einem KZ-Lagerleiter verglichen wurde (siehe Video).apa