Dienstag, 10. November 2020

Südtirol-Maßnahmen: Massive Kritik, Lob von Minister

Schon im Vorfeld eines potenziellen landesweiten Lockdowns hagelte es am gestrigen Montag in verschiedenen Aussendungen Kritik. Lob kam hingegen von Regionenminister Francesco Boccia: „Die verschärften Maßnahmen Südtirols sind ein Paradebeispiel dafür, wie lokale Autonomie in Einklang mit den staatlichen Verordnungen funktionieren soll.“

Italiens Regionenminister Francesco Boccia lobte die Entscheidungen Südtirols in Bezug auf die  verschärften Corona-Maßnahmen.
Badge Local
Italiens Regionenminister Francesco Boccia lobte die Entscheidungen Südtirols in Bezug auf die verschärften Corona-Maßnahmen. - Foto: © ANSA / ANGELO CARCONI
Laut den Freiheitlichen führe ein totaler Lockdown in die Sackgasse: Arbeitsleben und Schule dürften nicht angetastet werden. Stattdessen sollte die gesamte Bevölkerung durchgetestet werden.

Den sofortigen Start der Notbetreuung fordert das Team K, falls alle Schulen geschlossen werden. Die Notdienste sollten für Kinder aus berufstätigen Familien, sozial schwierigen Situationen und mit Beeinträchtigung zur Verfügung stehen.

Laut Süd-Tiroler Freiheit seien schon mit der jüngsten Verordnung, die alle Gemeinden zur roten Zone erklärt, grundlegende Bürgerrechte ohne Zustimmung des Landtages beschnitten worden. Auch enthalte sie Widersprüche, so die Kritik.

Der ENZIAN-Landtagsabgeordnete Josef Unterholzner sieht die Gefahr, dass durch das derzeitige Schützen vor Corona mehr Schaden an der Bevölkerung durch die Maßnahmen selbst angerichtet werde. Den Entscheidungsträgern wünscht er einen klaren Kopf und viel Kraft.

Wenn die Schulen wieder geschlossen werden, befürchtet der Direktor des Zentrum für Familienmediation ASDI, Elio Cirimbelli, einen Anstieg der Krisen in den Familien. Sein Vorschlag: Eltern sollten die Möglichkeit haben, die Kinder nicht zur Schule zu schicken und eine Erklärung vorzulegen, wonach die Kinder gesund sind, aber aus Sicherheitsgründen zu Hause bleiben.

Hier finden Sie nochmals alle derzeit geltenden Maßnahmen im Überblick.

d

Schlagwörter: