Samstag, 28. März 2020

Mattarella: „Auch ich gehe nicht zum Friseur“

Präsident Sergio Mattarella hat sich in einer ungewollt komischen Situation die Sympathie seiner Landsleute zugezogen: Als sich der in Italien äußerst respektierte Staatschef am Freitag für eine Ansprache im Fernsehen vorbereitete, hüstelte und räusperte, ertönte die Stimme seines Beraters Giovanni Grasso aus dem Off, der ihn aufforderte, eine rebellische Haarsträhne zu glätten.

Der Hashtag #ehGiovanni verbreitete sich rasend schnell.
Der Hashtag #ehGiovanni verbreitete sich rasend schnell. - Foto: © Screenshot
Der 78-jährige Präsident kam der Aufforderung zunächst ohne große Überzeugung nach und erklärte dann: „Eh Giovanni, auch ich gehe nicht mehr zum Friseur.“



Mattarellas Auftritt wurde in allen Medien übertragen, ohne dass die fragliche Szene, die nicht zur Sendung bestimmt war, herausgeschnitten wurde. Der Präsidentenpalast entschuldigte sich später für den Fehler, in Onlinenetzwerken sorgte die Szene dagegen für Erheiterung: Der Hashtag #ehGiovanni verbreitete sich rasend schnell.

In seiner Ansprache, der zweiten seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Italien, appellierte Mattarella eindringlich an die europäischen Staats- und Regierungschefs: „Alle müssen die Schwere der Bedrohung für Europa klar verstehen, bevor es zu spät ist.“

apa/afp

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