Samstag, 04. September 2021

Mattarella lobt EU für Vorgehen in der Coronakrise

Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella hat die EU für ihr Vorgehen in der Corona-Krise gelobt.

Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella hat die EU für ihr Vorgehen während der Coronakrise gelobt.
Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella hat die EU für ihr Vorgehen während der Coronakrise gelobt. - Foto: © ANSA / QUIRINALE / 111
„Die Europäische Union hat im Kampf gegen die Pandemie und die wirtschaftlichen wie sozialen Folgen gezeigt, dass sie effizient und schnell reagieren kann“, schrieb der 80-Jährige am Samstag in einem Grußwort an die Teilnehmer einer dreitägigen, internationalen Konferenz am Comer See.

Die EU habe sowohl bei den Impfkampagnen gegen das Virus als auch den sozialen Maßnahmen und den wirtschaftlichen Hilfen gezeigt, dass sie als kontinentale Gemeinschaft erfolgreich sei, meinte Mattarella.

Das Staatsoberhaupt zog damit ein anderes Fazit als viele Kritiker des Vorgehens der Staatengemeinschaft in den vergangenen Monaten.

Selbst EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte im Februar etliche Fehler eingeräumt, etwa bei der Organisation des Impfstoffs. Zudem hatte es etwa in den Phasen der Lockdowns ein teils uneinheitliches Vorgehen der Staaten, beispielsweise bei den Grenzkontrollen, gegeben, das sogar die EU selbst anprangerte.

Mattarella findet dagegen: „Die europäische Integration erlaubte uns, auf dem internationalen Parkett wirtschaftlich eine kritische Masse auszuspielen, von der alle europäischen Völker profitieren.“

Zugleich forderte der Politiker aber, dass sich Europa stärker einsetzt für den Frieden, den Fortschritt, die Sicherheit und die Stabilität auf der Welt. Eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sei deshalb nötig. „In diesen Bereichen hat sich die EU bis jetzt zu schüchtern verhalten“, so Mattarella.

dpa