Freitag, 22. November 2019

Mattarella und Van der Bellen setzen gemeinsam Zeichen gegen Faschismus

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella kommen am Samstag nach Südtirol. Zum ersten Mal werden die beiden Präsidenten von Italien und Österreich gemeinsam des ersten Opfers des Faschismus in Südtirol, Franz Innerhofer, sowie der Opfer des Nazionalsozialismus an der Mauer des ehemaligen Durchgangslagers gedenken.

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird zusammen mit dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella der Opfer des Faschismus und des Nationalsozialismus gedenken.
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Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird zusammen mit dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella der Opfer des Faschismus und des Nationalsozialismus gedenken. - Foto: © ANSA / PAOLO GIANDOTTI UFFICIO STAMPA Q

Staatspräsident Mattarella wird am Samstag um 11.30 Uhr seinen Amtskollegen Alexander Van der Bellen auf Schloss Tirol empfangen – im Beisein von Landeshauptmann Arno Kompatscher. Zu Beginn des Festaktes werden Streicher und Sänger die Staatshymnen vortragen, bevor die Staatspräsidenten und Landeshauptmann Festreden halten. Zum Abschluss singt ein Kinderchor die Europahymne.

Danach wartet auf die rund 150 Geladenen ein Buffet, während Mattarella, Van der Bellen und Kompatscher nach Meran fahren. Um 12.15 Uhr werden sie im Innenhof der Landesberufsschule für das Gastgewerbe „Savoy“ von einer 40-köpfigen Ehrenformation der Schützen aus dem Burggrafenamt und Passeier zum Landesüblichen Empfang mit Ehrensalve, Landeshymne – gespielt von der Musikkapelle Meran –, Abschreitung der Front und „Schnapsl“ erwartet. „Unser Dank gilt Landeshauptmann Kompatscher, der sich für den Empfang eingesetzt hat“, sagt der Landeskommandant der Schützen, Jürgen Wirth Anderlan.

Nach einem leichten, flotten Mittagessen in der Fachschule „Savoy“ geht es schnurstracks nach Bozen zum Ansitz Stillendorf in der Wangergasse, um vor der Gedenktafel des von den Faschisten ermordeten Marlinger Lehrers Franz Innerhofer zu gedenken. Gegen 14.30 Uhr werden die 3 in der Reschenstraße beim Durchgangslager der NS-Opfer erwartet.



„Zum ersten Mal werden die beiden Präsidenten von Italien und Österreich gemeinsam solch ein Zeichen setzten. Dies dokumentiert die Versöhnung und Normalisierung in den Beziehungen zwischen zwei - mittlerweile gut befreundeten - Ländern“, so van der Bellen.

Für das Forum Heimat (SVP) ist „der Besuch des Lagers Bozen und des Ansitzes Stillendorf ein klares Zeichen gegen Nationalsozialismus und Faschismus. Wir danken Landeshauptmann Kompatscher, dass auch Opfer und Leiden in der Zeit des Faschismus nicht vergessen werden.“

d