Samstag, 26. Oktober 2019

Mediziner protestierten gegen Polizeigewalt

Aus Unmut gegen Polizeigewalt bei den seit 5 Monaten anhaltenden regierungskritischen Protesten haben sich in Hongkong Tausende Ärzte und Krankenpfleger zu einer Demonstration versammelt.

Während der friedlichen Kundgebung  kritisierten Teilnehmer das aus ihrer Sicht unverhältnismäßig gewaltsame Vorgehen der Polizei bei der Auflösung von Versammlungen und bei Festnahmen.
Während der friedlichen Kundgebung kritisierten Teilnehmer das aus ihrer Sicht unverhältnismäßig gewaltsame Vorgehen der Polizei bei der Auflösung von Versammlungen und bei Festnahmen. - Foto: © APA/afp / PHILIP FONG

Während der friedlichen Kundgebung am Samstag kritisierten Teilnehmer das aus ihrer Sicht unverhältnismäßig gewaltsame Vorgehen der Polizei bei der Auflösung von Versammlungen und bei Festnahmen.

In den vergangenen Monaten haben medizinische Fachkräfte Hunderte von Demonstranten und Polizisten behandelt, die bei Zusammenstößen während der eskalierenden Proteste für mehr Freiheitsrechte und Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungszone verletzt worden sind.

Einige Demonstranten schwenkten amerikanische Flaggen. Trotz eines Anfang Oktober erlassenen Vermummungsverbots trugen viele OP-Masken. Gesichtsbedeckungen sind davon nur ausgenommen, wenn sie aus beruflichen, religiösen oder gesundheitlichen Gründen getragen werden.

Seit der Rückgabe 1997 an China wird die frühere britische Kronkolonie mit einem eigenen Grundgesetz nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ autonom regiert. Die sieben Millionen Hongkonger stehen unter Chinas Souveränität, genießen aber – anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik – mehr Rechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit, um die sie jetzt fürchten.

apa/dpa

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