„Tatsächlich gibt es in dem Land eine Doppelherrschaft“, sagte Medwedew am Mittwoch nach einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-il in der sibirischen Stadt Ulan Ude. Das militärische Potenzial von Gaddafis Anhängern sei nicht erschöpft. Der russische Präsident rief Gaddafi und die Rebellen dazu auf, ihre Kämpfe so bald wie möglich einzustellen.„Wir wollen, dass die Libyer selbst eine Einigung erzielen“, so Medwedew. Die Aufständischen müssten „genügend Willensstärke“ zeigen, um Libyen mit Hilfe „demokratischer Prinzipien“ zu vereinen, forderte Medwedew nach Angaben der Agentur Interfax. In diesem Fall sei die UNO-Vetomacht Russland zur Aufnahme offizieller Beziehungen bereit. „Derzeit hat sich an der Situation nichts geändert“, sagte der Präsident. Moskau werde die Entwicklung in dem nordafrikanischen Land genau beobachten.Unterdessen gingen die Kämpfe in der Hauptstadt Tripolis auch am Mittwoch weiter. Rebellen und Anhänger Gaddafis lieferten sich Kämpfe nahe des internationalen Flughafens sowie im südwestlichen Vorort Al-Hadaba al-Chadra, wie die Aufständischen mitteilten. Schusswechsel gebe es außerdem im Süden der Stadt um den Militärkomplex Bab al-Aziziya, wo sich auch Gaddafis Residenz befindet. Rebellen hatten die Machtzentrale des langjährigen Diktators am Dienstag erobert. apa/dpa/reuters