<h3> Keine Ausweichmöglichkeiten für Transitverkehr</h3>Die Maßnahmen betreffen insbesondere den sogenannten Durchzugsverkehr – also Fahrzeuge, die Nordtirol lediglich durchqueren wollen, etwa auf der Route von Deutschland nach Südtirol. „Für diesen Verkehr gilt unmissverständlich: Der Brenner steht am 30. Mai nicht zur Verfügung“, heißt es in einer Mitteilung des Bundeslandes Tirol.<BR /><BR />„Der Brennerkorridor ist für den Durchzugsverkehr komplett gesperrt. Es gibt keine lokalen Ausweichmöglichkeiten. Daher gilt es, Nordtirol großräumig zu umfahren“, erklärt Kathrin Eberle, Bezirkshauptfrau von Innsbruck-Land.<BR /><BR />Zudem warnen die Behörden bereits im Vorfeld vor starken Verkehrsbelastungen: Sowohl vor als auch nach der Sperre sowie an den Tagen davor und danach ist mit erheblichen Staus und Behinderungen zu rechnen.<h3> Autobahn und Landesstraßen betroffen</h3>Konkret wird die A13 Brenner Autobahn zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner von 11 bis 19 Uhr in beide Richtungen vollständig gesperrt – und zwar ohne Ausnahmen.<BR /><BR />Die Polizei in Nordtirol wird die Regelungen streng kontrollieren. Wer die Straßen benutzt, muss glaubhaft nachweisen, dass er tatsächlich ein Ziel in der Region hat oder von dort kommt.<h3> Strenges Fahrverbot für Transit-Lkw</h3>Besonders betroffen ist der Schwerverkehr: Am 30. Mai gilt in ganz Nordtirol ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen, wenn deren Route über den Brenner oder den Bezirk Lienz führt.<BR /><BR /><b>Das bedeutet konkret</b><BR />•</TD><TD>Transit-Lkw dürfen Nordtirol an diesem Tag nicht über den Brenner durchqueren.<BR /><BR />•</TD><TD>Ein Ausweichen über Landes- oder Gemeindestraßen ist nicht möglich.<BR /><BR />Auch hier lautet die klare Empfehlung: Alternative Routen über Nachbarländer nutzen.<h3> Kontrollen an allen Grenzen</h3>Um die Maßnahmen durchzusetzen, führt die Polizei am 30. Mai umfassende Kontrollen an sämtlichen Grenzübergängen durch – darunter Kiefersfelden, Vils/Reutte, Scharnitz, Achenpass, Sillian und der Reschenpass.<BR /><BR />„Transitreisende sollen gar nicht erst bis an Tirols Grenzen fahren, sondern frühzeitig – etwa beim Inntaldreieck, bei Rosenheim oder bei Verona – auf alternative Routen ausweichen“, betont Enrico Leitgeb, Leiter der Landesverkehrsabteilung.<BR /><BR />Fahrzeuge, die trotz Verbots unterwegs sind, müssen im Zweifel an den Grenzen umkehren.<BR /><BR />Sollte es innerhalb Tirols zu größeren Verkehrsproblemen kommen, kann die Polizei auch den Pkw-Verkehr bei der Einreise regulieren oder einschränken, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.<h3> Reisen nach Tirol möglich – aber mit Einschränkungen</h3>Wer ein Ziel in Nordtirol hat, kann grundsätzlich auch am 30. Mai an- oder abreisen. Allerdings warnen die Behörden vor erheblichen Verzögerungen und raten, Fahrten nach Möglichkeit zu verschieben.<BR />Die Zufahrt in Regionen wie das Wipptal, Stubaital, Gschnitztal, Navistal, Obernbergtal, Schmirntal und Valsertal bleibt für Ziel- und Quellverkehr möglich.<BR /><BR />Eine Anreise aus Südtirol über den Brenner nach Nordtirol ist an diesem Tag nicht möglich.<h3> Nachweis erforderlich – sonst Rückschickung</h3>Die Polizei kontrolliert streng, ob Fahrten berechtigt sind. Als Nachweis gelten etwa:<BR /><BR />•</TD><TD>Hotelbuchungen<BR /><BR />•</TD><TD>Lieferscheine<BR /><BR />Wer keinen ausreichenden Nachweis erbringen kann, wird zurückgewiesen. Auch spontane Zwischenstopps – etwa zum Tanken oder Kaffeetrinken mit anschließender Weiterfahrt über den Brenner – sind nicht erlaubt.<BR /><BR />„Unbefugte Fahrzeuge müssen wir zurückschicken. Es können auch Strafen verhängt werden“, so Leitgeb.