Montag, 03. Juni 2019

Mehr als 200 Migranten in der Ägäis aufgegriffen

Ungeachtet der EU-Vereinbarung mit der Türkei kommen weiterhin Migranten über die Ägäis in die EU. Zwischen Samstag- und Montagfrüh setzten nach Angaben der griechischen Küstenwache 234 Migranten aus der Türkei nach Griechenland über. Vor den Inseln Lesbos und Agathonisi wurden 118 Migranten von der Küstenwache und den Besatzungen von Schiffen der Grenzschutzagentur Frontex aufgegriffen.

Der Flüchtlingspakt sieht ein Zurückschicken von Migranten vor. - Foto: APA (AFP)
Der Flüchtlingspakt sieht ein Zurückschicken von Migranten vor. - Foto: APA (AFP)

Vor der nordgriechischen Hafenstadt Alexandroupolis entdeckte die Küstenwache am Wochenende weitere 116 Migranten. Die Registrierlager (sogenannte Hotspots) auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos sind überfüllt.

Der im März 2016 geschlossene Flüchtlingspakt EU-Türkei sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Im Gegenzug nehmen EU-Staaten der Türkei schutzbedürftige Flüchtlinge aus Syrien ab und finanzieren Hilfen für in der Türkei lebende Flüchtlinge. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 hatte es Tage gegeben, an denen 7.000 Migranten über die Türkei griechische Inseln erreichten.

apa/dpa

stol