Dienstag, 30. März 2021

Mehr Bewegungsfreiheit ab 7. April – Restaurants und Bars müssen warten

Wie es in Südtirol nach Ostern weitergeht, erläuterten am Dienstag Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Philipp Achammer in der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung.

Landeshauptmann Arno Kompatscher. - Foto: © Land Südtirol
Landeshauptmann Arno Kompatscher sprach zunächst die gestrige Regionenkonferenz an und sagte, dass Ministerpräsident Mario Draghi eine sehr vorsichtige Vorgehensweise in Hinblick auf Öffnungen bevorzuge. Auch Gesundheitsminister Roberto Speranza wolle jetzt einen „Polster“ schaffen, um später besser durchstarten zu können.

„Südtirols Infektionen sind zwar gesunken“, so Landeshauptmann Arno Kompatscher, „der Druck auf die Spitäler ebenfalls. Trotzdem gibt es auch in Südtirol verschiedene Corona-Varianten, die derzeit viele Junge treffen und relativ schnell zu einer Beschleunigung der Pandemie führen kann.“

„Deshalb müssen auch wir vorsichtig bleiben und die Öffnungen langsam angehen, um danach nicht wieder von der Pandemie überrollt zu werden.“

Ab 7. April gibt es deshalb die Regelungen, die weitestgehend der orangen Zone entsprechen.


Das bedeutet für Südtirol konkret:

Die Oberschüler kehren ab 7. April bis zu 75 Prozent in Präsenz zurück, begleitet wird dieser Schritt von einer massiven Teststrategie.

Hotels dürfen ab 7. April öffnen.

Die Mensadienste auf Vertragsbasis werden ab 7. April wieder erlaubt.

Der Abholservice in Bars wird ab 7. April bis 18 Uhr gestattet.

Der Handel darf ab 7. April von Montag bis Samstag (nicht wie derzeit von Montag bis Freitag) zu den bekannten Öffnungszeiten arbeiten.

Die Bewegungsfreiheit wird ab 7. April auf ganz Südtirol ausgeweitet. Man darf also auch ohne triftigen Grund das eigene Gemeindegebiet verlassen.

Die Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr bleibt aufrecht.

Begleitet werden diese vorsichtigen Öffnungen von einer massiven Teststrategie. Nur so könne man die Zahlen im Griff behalten, Infektionsherde schnell eindämmen, und über weitere Öffnungsschritte – etwa in der Gastronomie – nachdenken.

Denn Mitte April will man Restaurants und Bars öffnen – immer mit dem Hinweis: Wenn die Zahlen es zulassen.


Hilfspaket


Wie Landesrat Achammer verkündet, wurden am heutigen Dienstag auch 2 Beschlüsse zur Umsetzung des umfangreichen Landeshilfspaketes gefasst. Insgesamt seien 500 Millionen Euro dafür vorgesehen. Es geht hier einerseits um die Existenzsicherung der Unternehmung und andererseits auch um die Sicherung der Arbeitsplätze.

Der 1. Beschluss betrifft die Umsetzung der Verlustbeiträge für Kleinunternehmen, 96 Millionen Euro wurden dafür heute zweckgebunden.

Der 2. Beschluss ist ein sektorenspezifischer Beschluss und zwar für den Bereich der Fitnesscenter, Sportunterricht, Tanzkurse und Unternehmen, die ähnliche motorische Tätigkeiten in geschlossenen Räumen anbieten, die besonders hart von der Krise betroffen sind.

vs