Dienstag, 28. Juli 2020

Mehr Gäste und keine App: Bestimmungen für Diskotheken angepasst

Die Landesregierung hat eine weitere Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus beschlossen. In Diskotheken und Tanzlokalen sind jetzt wieder mehr Gäste zugelassen.

Mit den Änderungen will die Landesregierung hart bleiben, den Betreibern aber trotzdem entgegen kommen.
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Mit den Änderungen will die Landesregierung hart bleiben, den Betreibern aber trotzdem entgegen kommen. - Foto: © shutterstock
Seit 15. Juli dürfen Diskotheken und Tanzlokale in Südtirol wieder arbeiten. Am heutigen Dienstag hat die Landesregierung Erleichterungen für den Discobetrieb beschlossen. Dazu hat sie die Anlage A zum Landesgesetz Nr. 4/2020 geändert, das den autonomen Neustart des Landes Südtirol nach dem Lockdown regelt.

Die auf Vorschlag von Landeshauptmann Arno Kompatscher von der Landesregierung beschlossene Anpassung der Corona-Bestimmungen sieht vor, dass künftig mehr Gäste, als bisher vorgesehen, in das Lokal dürfen, nämlich 30 Prozent der laut Lizenz für die Betriebsfläche vorgesehenen Personen. Die maximal zulässige Gästezahl muss am Eingang des Lokals veröffentlicht sein. Zudem wird - zugunsten einer allgemeinen Registrierungspflicht für Discobesuchende - die bisher geltende Verpflichtung zum Herunterladen der Immuni-App aufgehoben.

„Änderungen sind ein Kompromiss“

„Wir bleiben bei sehr strengen Vorgaben für die Discos“, betont Landeshauptmann Kompatscher. „Zugangsbeschränkungen, die vollständige Erfassung der Besucher und die Vorschrift zum dauernden Tragen der Maske sollen die Risiken möglichst minimieren. Die heute vorgenommenen drei Änderungen sind ein Kompromiss, der die Handhabe für die Diskothekenbetreiber erleichtert.“

Um die Discobesuchenden im Falle von Infektionen nachverfolgen zu können, muss jeder Gast den Personalausweis vorlegen. Die Diskotheken sind dafür zuständig, die Besuchenden zu registrieren und deren Daten vollständig zu erheben. Dieses lückenlose Erfassen aller Besuchenden ersetzt die bisher vorgesehene Verpflichtung die Immuni-App auf das Smartphone herunterzuladen. Trotzdem empfehlen Landesregierung und Sanitätsbetrieb, die App herunterzuladen.

Die neue Regelung tritt ab dem morgigen 29. Juli in Kraft.

lpa

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