Freitag, 30. September 2016

Mehr Geld für Familienberatungsstellen

Das Landesressorts für Gesundheit und Soziales und die Familienagentur wollen an einem Strang ziehen, um die Südtiroler Familienberatungsstellen stärker zu unterstützen: 300.000 Euro werden zusätzlich ausgeschüttet.

Die Landesrätinnen Stocker und Deeg bei einer gemeinsamen Aussprache mit den Familienberatungsstellen.
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Die Landesrätinnen Stocker und Deeg bei einer gemeinsamen Aussprache mit den Familienberatungsstellen. - Foto: © LPA

Neben den 3,2 Millionen Euro, welche die Landesabteilungen für Gesundheit und Soziales für die sechs Familienberatungsstellen im Lande in diesem Jahr zur Verfügung stellen, kommen nun weitere 300.000 Euro aus dem Landesfamilienressort hinzu. Dies haben Familienlandesrätin Waltraud Deeg und Soziallandesrätin Martha Stocker kürzlich bei einem Treffen mit den Familienberatungsstellen vereinbart.

Beide wiesen aufgrund der vielfältigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen auf die Notwendigkeit hin, die Familien in Südtirol möglichst frühzeitig zu unterstützen: "Früh ansetzende Angebote für Familien sorgen für Stärkung und Entlastung. Sie tragen dazu bei, dass Krisensituationen rechtzeitig erkannt und aktiv bewältigt werden können.“

Durch mehr Geld Wartezeiten verkürzen

Durch eine Bündelung der finanziellen Ressourcen im Ressort für Gesundheit und Soziales und im Familienressort sollen daher bildende, begleitende und beratende Angebote sowie weitere Initiativen für Familien verstärkt gefördert werden. "Ziel ist es, neben den sozio-sanitären Leistungen die niederschwelligen beratenden Angebote für Familien in herausfordernden Situationen zu verstärken", so die Landesrätinnen. Durch die zusätzliche Finanzierung von Seiten der Landesfamilienagentur sollen vor allem auch die Wartezeiten in den Familienberatungsstellen verkürzt werden, konkret bei pädagogischer Beratung, pädagogischer Familienberatung, Rechtsberatung, psychologischer Familienberatung, psychologischer Paar-Beratung, psychologischer Gruppenberatung und in der Familienmediation.

"Es ist wichtig, präventiv zu handeln und möglichst rasch und unbürokratisch zu helfen. Dies fördern wir mit der engen Vernetzung der unterstützenden Diensten im Sozial- und Gesundheitsbereich", betonten Landesrätin Deeg und Landesrätin Stocker gegenüber den Vertretern der Familienberatungsstellen.

Diese äußerten sich positiv über die gemeinsame Vorgehensweise des Landes und über die Aufstockung der finanziellen Mittel. "Nur so sind wir imstande, die große Nachfrage nach Beratung zu bewältigen und den Familien rasch unter die Arme zu greifen", hieß es bei dem Treffen mit den Landesrätinnen. 

stol