Seit Anfang des Jahres wurde über den Teilvertrag für Mitarbeiter der Seniorenwohnheime und der Sozialdienste verhandelt. Die öffentliche Delegation bestand dabei aus Vertretungen des Landes, des Gemeindenverbandes, der Bezirksgemeinschaften und des Verbandes der Seniorenwohnheime, die Arbeitnehmerseite wurde von den Gewerkschaften vertreten. Nach dem Verhandlungsabschluss Ende Juli wurde nun der Teilvertrag von allen verhandelnden Parteien unterzeichnet.<BR /><BR />Damit kann der Vertrag in Kraft treten und die von der Landesregierung zur Verfügung gestellten 50 Millionen Euro den 7500 Mitarbeitern zu Gute kommen. Verbesserungen ergeben sich in besonderer Weise für die Mitarbeiter in den Wohndiensten für Senioren und für Menschen mit Behinderungen, vor allem im Hinblick auf Aufgabenzulagen und Turnusdienste.<BR /><BR /> Auch bei den Aufgabenzulagen weiterer Berufsbilder und bei denen der mittleren Führungsebene wie Pflegedienst- und Bereichsleiter gibt es gezielte Verbesserungen. Von großer Bedeutung ist auch die Auszahlung einer einmaligen, außerordentlichen Prämie für die Mitarbeiter der delegierten Sozialdienste und der Seniorenwohnheime. <BR /><BR />Durch die Einführung und Regelung der Berufsbilder „Sozialbetreuer/in in Ausbildung“ und „Pflegehelfer/in in Ausbildung“ wird mit dem Teilvertrag zudem die rechtliche Basis geschaffen, um wohnortnahe und berufsbegleitende Ausbildungen auch im Sozial- und Pflegebereich künftig stärker forcieren zu können.<BR /><BR />Für Soziallandesrätin Waltraud Deeg ist die Unterzeichnung des Vertrages ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, da nur damit die bereitgestellten Geldmittel ausbezahlt und weitere Verbesserungen in Kraft treten können. Gleichzeitig sei man sich bewusst, dass weitere Verhandlungen folgen müssten, vor allem im Hinblick auf den spürbaren und künftig noch stärker erwarteten Fachkräftemangel im Sozial- und Pflegebereich. <BR /><BR />Das Versprechen, die Gespräche unmittelbar weiter zu führen, um zusätzliche Verbesserungen umzusetzen, gab es auch von Landeshauptmann Arno Kompatscher. Schließlich sei die Aufwertung der Sozialberufe ein wichtiges gemeinsames Anliegen der Landesregierung.<BR />